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Kreis Brilon

ehemaliger Kreis im Regierungsbezirk Arnsberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Kreis Brilon war ein von 1817 bis 1974 bestehender Kreis im Regierungsbezirk Arnsberg. Mit jenem gehörte er zunächst zur preußischen Provinz Westfalen, ab 1946 schließlich zu Nordrhein-Westfalen. Von 1953 bis 1969 lautete seine Bezeichnung Landkreis Brilon. Kreisstadt war Brilon.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Kreis Brilon
Deutschlandkarte, Position des Kreises Brilon hervorgehoben
Basisdaten (Stand 1974)
Koordinaten: 51° 23′ N, 8° 34′ O
Bestandszeitraum: 1817–1974
Bundesland:Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Landschaftsverband: Westfalen-Lippe
Verwaltungssitz: Brilon
Fläche: 790,25 km²
Einwohner: 80.500 (31. Dez. 1973)
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: BRI
Kreisschlüssel: 05 8 33
Kreisgliederung: 63 Gemeinden
Lage des Kreises Brilon in Nordrhein-Westfalen
Karte
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Übersichtskarte des Kreises Brilon
Grenzstein des Kreises Brilon

Mit Wirkung vom 1. Januar 1975 wurde der Kreis aufgelöst und sein Gebiet mit dem der Kreise Arnsberg und Meschede zum Hochsauerlandkreis zusammengeschlossen.

Geographie

Lage

Der Kreis lag im nordöstlichen Sauerland.

Nachbarkreise

Der Kreis grenzte 1973 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an den Kreis Büren (in Nordrhein-Westfalen), die Landkreise Waldeck und Frankenberg (beide in Hessen) sowie an die Kreise Wittgenstein, Meschede und Lippstadt (alle in Nordrhein-Westfalen).

Geschichte

Der Kreis Brilon wurde 1817 im Regierungsbezirk Arnsberg der preußischen Provinz Westfalen aus den alten Ämtern Brilon und Marsberg des Herzogtums Westfalen gebildet. 1819 wurde der angrenzende Kreis Medebach aufgelöst, wobei das alte Amt Medebach zum Kreis Brilon hinzukam. 1826/1827 wurde der Kreis in die sieben Bürgermeistereien Bigge, Brilon, Hallenberg, Marsberg, Medebach, Thülen und Winterberg eingeteilt.[1] Zwischen 1837 und 1839 wurde die Städteordnung von 1831 in Brilon, Winterberg, Hallenberg und Obermarsberg eingeführt. Im Rahmen der Einführung der Landgemeinde-Ordnung für die Provinz Westfalen wurden die Bürgermeistereien 1844 in Ämter überführt.[2]

Im Kreis Brilon bestanden seitdem zunächst vier amtsfreie Städte sowie sechs Ämter mit zwei weiteren Städten, 58 Gemeinden und einem Gutsbezirk.[3] 1868 schloss sich Hallenberg dem Amt Liesen an, das in Amt Hallenberg umbenannt wurde. 1928 wurden die Gemeinden Oberalme und Niederalme mit dem Gutsbezirk Alme zur Gemeinde Alme zusammengeschlossen.

Im Jahr 1969 wurden die Gemeinden Bigge und Olsberg zur Stadt Bigge-Olsberg zusammengeschlossen.

Am 1. Oktober 1969 wurde aus dem Landkreis der Kreis Brilon.[4]

Am 1. Januar 1975 ging der Kreis Brilon schließlich im neugegründeten Hochsauerlandkreis auf.[5]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Quelle
181929.082[6]
183231.819[1]
187138.105[7]
188037.866[7]
189038.415[8]
190039.640[8]
191042.462[8]
192547.068[8]
193950.726[8]
195073.011[8]
196072.600[8]
197078.400[9]
197380.500[10]
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Politik

Ergebnisse der Kreistagswahlen ab 1946

In der Liste werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens zwei Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben.[11]

Stimmenanteile der Parteien in Prozent

Weitere Informationen Jahr, CDU ...
Jahr CDU SPD DZP FDP BHE
1946 59,8 16,7 16,2 1,3
1948 45,0 19,1 27,7 6,6
1952 47,8 15,8 19,8 6,1 7,0
1956 53,1 19,7 16,7 5,1 5,3
1961 58,0 21,3 10,6 7,1 3,0
1964 57,9 25,5 09,3 6,4
1969 57,7 26,7 09,6 4,6
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Landräte

Oberkreisdirektoren

  • Friedrich Brümmer (1946–1949)
  • Robert Steineke (1950–1958)
  • Adalbert Müllmann (1958–1974)

Wappen

Wappen des ehemaligen Kreis Brilon

Blasonierung:

Geteilt und oben gespalten von Silber und Gold; vorne ein durchgehend schwarzes Kreuz, hinten ein achtstrahliger schwarzer Stern, unten in rot drei goldene Seeblätter.

Beschreibung:

Das Wappen setzt sich zusammen aus dem Hoheitszeichen des Kurfürsten von Köln als ehemaligem Landesherrn und dem Wappenstern der Grafen von Waldeck, die hier vereinzelte Hoheitsrechte besaßen. Die Seeblätter symbolisieren die einstige Zugehörigkeit zum sächsischen Stamm der Engern.[12] Das Wappen wurde am 18. Oktober 1951 genehmigt.[13]

Ämter und Gemeinden

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem damaligen Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen BRI zugewiesen. Es wurde bis zum 31. Dezember 1974 ausgegeben.

Literatur

  • Statistische Rundschau für den Landkreis Brilon, herausgegeben vom Statistischen Landesamt Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 1967.
  • Werden, Wachsen, Wirken. Vom Wandel der Zeit. Kreisverwaltungen im Hochsauerlandkreis von 1817 bis 2007. Meschede 2007.
  • Hugo Cramer: Der Landkreis Brilon im zweiten Weltkriege 1939–1945 – Erlebnisberichte vieler Mitarbeiter aus dem ganzen Kreisgebiet. Josefs-Druckerei, Bigge 1955.
  • Josef Rüther: Der Kreis Brilon (Kreis- und Stadthandbücher des Westfälischen Heimatbundes, Heft 14). Münster 1951.
Commons: Kreis Brilon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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