Lav Mantula

jugoslawischer Fußballspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Lav Mantula, teilweise auch Lev Mantula (* 8. Dezember 1928 in Sarajevo, Königreich Jugoslawien; † 1. Dezember 2008 in Zürich, Schweiz) war ein jugoslawisch-Schweizer Fußballspieler und -trainer.

Schnelle Fakten Personalia, Herren ...
Lav Mantula
Personalia
Geburtstag 8. Dezember 1928
Geburtsort Sarajevo, Königreich Jugoslawien
Sterbedatum 1. Dezember 2008
Sterbeort Zürich, Schweiz
Position Mittelfeld
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1947–1951 FK Sarajevo 65 (4)
1952–1955 Dinamo Zagreb 54 (4)
1955–1958 NK Zagreb 32 (8)
1959–1962 Servette FC Genève
1962–1966 FC Sion
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Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1954 Jugoslawien 1 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1963–1964 FC Sion
1967–1969 FC Zürich
1972–1975 Neuchâtel Xamax
1979–1980 Neuchâtel Xamax
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
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Sportlicher Werdegang

Mantula avancierte nach dem Zweiten Weltkrieg zum Stammspieler beim in der höchsten jugoslawischen Spielklasse antretenden FK Sarajevo. Vor der Spielzeit 1952 wechselte er innerhalb der Liga zum Spitzenteam NK Dinamo Zagreb und gehörte in der Spielzeit 1953/54 zur Meistermannschaft des Klubs. In der Folge wurde er auch für die jugoslawische Nationalmannschaft nominiert und gehörte zum Kader bei der Weltmeisterschaft 1954, wurde dort aber nicht eingesetzt. Im September des Jahres kam er beim Aufeinandertreffen mit Wales zu seinem einzigen Nationalmannschaftseinsatz. 1955 wechselte er zum NK Zagreb, wo er noch bis 1958 spielte.

Mit Erreichen des Alters für einen Auslandswechsel verließ Mantula 1959 das sozialistische Jugoslawien und ging in die Schweiz zu Servette Genf. Hier spielte er unter anderem an der Seite der zuvor aus Ungarn geflohenen Péter Pázmándy, Valér Németh und Dezső Makay. 1962 schloss er sich dem FC Sion an, bei dem er zunächst bis zum Karriereende 1965 als Spielertrainer und anschließend reiner Trainer tätig war. Zwischen 1967 und 1969 betreute er anschließend als Nachfolger von László Kubala und dem intrimistisch als Spielertrainer eingesprungenen René Brodmann den FC Zürich. Dabei gewann er in der Spielzeit 1967/68 mit der Mannschaft den Meistertitel, als aufgrund der Punktgleichheit mit dem Lokalrivalen Grasshopper Club Zürich und dem FC Lugano eine Meisterrunde anberaumt werden musste und in dieser beide Spiele gewonnen wurden. Nach einem dritten Platz in der folgenden Saison wurde er durch Georg Gawliczek ersetzt. Anschließend war er 1970 kurzzeitig beim Amateurklub Racing Club Zürich als Spielertrainer aktiv.

1972 folgte Mantula bei Neuchâtel Xamax als Cheftrainer auf den Österreicher Josef Artimovits und führte die Mannschaft als Zweitligameister in der Spielzeit 1972/73 zurück in die Beletage. Anfang 1975 wurde er durch seinen jugoslawischen Landsmann Branko Rezuar ersetzt. Als der Klub während der Spielzeit 1979/80 in Abstiegsgefahr geriet, wurde er nach dem zehnten Spieltag als Ersatz für den geschassten Erich Vogel verpflichtet und hielt mit der Mannschaft am Saisonende die Klasse. Für die folgende Saison rückte Spieler Jean-Marc Guillou zum Spielertrainer auf.

Während seiner Zeit in der Schweiz wurde Mantula naturalisiert.

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