Lecksucher

Geräte, Systeme oder Hilfsmittel zur Lokalisierung von Undichtigkeiten (Leckagen) in Anlagen, durch die Gase oder Flüssigkeiten unter Druck oder Unterdruck strömen From Wikipedia, the free encyclopedia

Lecksucher sind Geräte, Systeme oder Hilfsmittel zur Lokalisierung von Undichtigkeiten (Leckagen) in Anlagen, durch die Gase oder Flüssigkeiten unter Druck oder Unterdruck strömen. Die Detektion solcher Lecks ist in zahlreichen technischen Bereichen von Bedeutung, insbesondere zur Qualitätssicherung, zur Unfallvermeidung sowie zur Reduktion von Emissionen und Kosten. Lecksucher werden sowohl im gewerblichen als auch im industriellen und sicherheitstechnischen Kontext eingesetzt.

Anwendungsbereiche

Lecksuchgeräte kommen in einer Vielzahl von Anwendungen zum Einsatz, darunter:

Arten von Lecksuchverfahren

Gasdetektion

Diese Verfahren basieren auf dem Nachweis austretender Gase durch spezielle Sensoren:

Ein breites Angebot tragbarer Geräte bis hin zu stationären Systemen ist im Handel erhältlich. Marktvergleiche listen Modelle mit spezifischer Sensorik und zusätzlicher CO-Erkennung auf.[1][2][3][4]

Flüssigkeitsbasierte Lecksuche (Lecksuchmittel)

Diese Methode macht Leckagen sichtbar, indem bei Gasaustritt Blasen auf der applizierten Flüssigkeit entstehen. Je nach Anwendung gibt es Varianten als:

  • Spray
  • Schaum
  • Klare Flüssigkeit

Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Viskosität, Materialverträglichkeit und Umweltfreundlichkeit. Kommerzielle Anbieter bieten auf bestimmte Branchen zugeschnittene Produktreihen an, darunter biologisch abbaubare und silikonfreie Formulierungen.[5][6][7]

Akustische Verfahren

Hier wird die durch das austretende Medium verursachte Schallemission genutzt. Mit Ultraschall-Lecksuchgeräten lassen sich kleinste Lecks orten, auch bei laufendem Betrieb und in schwer zugänglichen Bereichen.

Thermografie und optische Verfahren

Infrarotkameras und optische Gassensoren helfen bei der Detektion flüchtiger Stoffe. Sie kommen u. a. bei der Prüfung von VOC-Emissionen (volatile organic compounds) zum Einsatz.

Elektronische/digitale Systeme

Neue Systeme kombinieren Sensorik mit digitaler Datenverarbeitung, darunter Fernüberwachung, Alarmmeldungen und Integration in intelligente Instandhaltungssysteme. Auch Drohnen und tragbare Endgeräte mit Funkanbindung sind zunehmend verbreitet.[8]

Verbindung zur Dichtheitsprüfung

Während die Dichtheitsprüfung die Einhaltung definierter Grenzwerte kontrolliert, dient die Lecksuche dem gezielten Auffinden von Schwachstellen. Häufig werden beide Methoden komplementär verwendet.

Anforderungen und Normen

Relevante Normen und Regelwerke:

  • EN 14291 (Gaslecksuchgeräte)
  • EN ISO 20484 (Begriffe und Klassifikation)
  • DIN 30657 (Anforderungen an Lecksuchmittel)
  • DVGW G 465-1 (Leckmengenmessung)

Einzelnachweise

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