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Bartläufer

Gattung der Familie Laufkäfer (Carabidae) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Bartläufer oder auch Bartkäfer (Leistus – wohl von gr. ληίστης „Räuber“) sind eine Gattung der Käfer aus der Familie der Laufkäfer (Carabidae) innerhalb der Unterfamilie Nebriinae. Sie kommt in Europa mit 59 Arten und Unterarten vor,[1] 9 sind auch in Mitteleuropa heimisch.[2] Die Gattung ist holarktisch verbreitet.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Bartläufer

Blauer Bartläufer (Leistus spinibarbis)

Systematik
Überklasse: Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Familie: Laufkäfer (Carabidae)
Unterfamilie: Nebriinae
Gattung: Bartläufer
Wissenschaftlicher Name
Leistus
Frölich, 1799
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Merkmale

Die Käfer sind durch seitlich flach verbreiterte Mandibeln und breite, außen lang stachlige Maxillen charakterisiert. Ihr Halsschild ist herzförmig.

Die Larven sind meist blass gefärbt und haben dunkle Schilder, die einen metallenen Schimmer aufweisen können. Sie besitzen einen großen und rundlichen, gestielten Kopf mit langen, nach vorne ragenden Mandibeln. Ihre langen Beine sind lang bewimpert, die Cerci sind mit Borsten versehen. Sie ähneln in ihrem Aussehen den Larven von Schwimmkäfern (Dytiscidae).

Vorkommen und Lebensweise

Die Tiere ernähren sich vor allem von Springschwänzen (Collembola), die wahrscheinlich mit den langen Borsten unter dem Kopf gefangen werden.

Arten (Auswahl)

Die Gattung umfasst 189 Arten (Stand: 2005)[3]. Sie ist holarktisch verbreitet, mit Schwerpunkt in der Paläarktis (alle bis auf 3 Arten). Neben wenigen in Wäldern lebenden und einigen in Kulturland oder steppenlebenden Arten liegt das Verbreitungszentrum der Gattung in den Hochgebirgen.

Leistus gehört mit einigen verwandten Gattungen, insbesondere Archastes und Nebria, in die Tribus Nebriini. Diese wird von einigen Systematikern der Unterfamilie Carabinae zugeordnet[4], während viele andere eine, nach der Morphologie, insbesondere des Thorax[5], wohl nahe verwandte eigenständige Unterfamilie Nebriinae anerkennen.[6][7]

Quellen

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