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Bergscharten

Gattung der Familie Korbblütler (Asteraceae) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Bergscharten (Rhaponticum) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Bergscharten

Zapfenkopf (Rhaponticum coniferum)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Carduoideae
Tribus: Cynareae
Untertribus: Centaureinae
Gattung: Bergscharten
Wissenschaftlicher Name
Rhaponticum
Ludw.
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Beschreibung

Illustration aus Annales du Muséum d’histoire naturelle, 1810 des Zapfenkopf (Rhaponticum coniferum)

Vegetative Merkmale

Die Rhaponticum-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Die Stängel sind meist einfach, selten verzweigt.

Die Laubblätter sind einfach bis fiederspaltig.

Generative Merkmale

Endständig auf dem Stängel sitzt der körbchenförmige Blütenstand. Die Hüllblätter sind hautrandig.

Sie bilden Achänen. Der Pappus ist behaart.


Rhaponticum altaicum
Rhaponticum australe
Rhaponticum centauroides
Federblume (Rhaponticum repens)
Rhaponticum scariosum
Alpen-Bergscharte (Rhaponticum scariosum subsp. rhaponticum)

Systematik und Verbreitung

Äußere Systematik

Die Gattung Rhaponticum gehört zur Subtribus Centaureinae aus der Tribus Cynareae in der Unterfamilie der Carduoideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Am nächsten verwandt ist die Gattung Klasea Cass.

Taxonomie

Die Gattung Rhaponticum wurde 1757 durch Christian Gottlieb Ludwig in Institutiones Historico-Physicae Regni Vegetabilis ed. 2, Seite 123 aufgestellt. Dieser Name wurde gegenüber älteren Namen konserviert (nom. cons.). Synonyme für Rhaponticum Ludw. sind: Acroptilon Cass., Leuzea DC., Stemmacantha Cass.[1]. Die Systematik dieser Gruppe war lange umstritten und so entstanden viele Synonyme, die in der alten bis neuen Literatur verwendet werden. Neu ist, dass auch die Arten der ehemaligen Gattung Centaurothamnus Wagenitz & Dittrich hier eingegliedert werden (Oriane Hidalgo et al. 2006). Der Name Rhaponticum = Rha ponticum = pontische Wurzel (lat.) bezog sich meist auf Rhabarber-Arten (Rheum). Jedoch hatte schon Caspar Bauhin (1560–1624) diesen Namen für Arten aus dieser Verwandtschaftsgruppe verwendet.[2]

Arten und ihre Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Gattung Rhaponticum erstreckt sich von der Iberischen Halbinsel über die Alpen und dem gesamten Mittelmeerraum (einschließlich Nordafrika und den Nahen Osten) über Osteuropa, den Kaukasus und Altai bis nach Zentralasien. Einige Arten sind in vielen Gebieten der Erde invasive Pflanzen.

Es gibt 25 bis 27 Rhaponticum-Arten nach Oriane Hidalgo et al. 2006 mit den häufigsten in der Literatur verwendeten Synonymen:[1][3]

  • Rhaponticum acaule (L.) DC.: Sie kommt in Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen vor.[3]
  • Rhaponticum altaicum (Fisch. ex Spreng.) Soskov (Syn.: Rhaponticum serratuloides (Georgi) Bobrov, Leuzea altaica (Fisch. ex Spreng.) Link): Sie kommt von Rumänien, der Ukraine und der Türkei bis Kasachstan und dem westlichen Sibirien vor.[3]
  • Rhaponticum aulieatense Iljin: Sie ist Zentralasien verbreitet.
  • Rhaponticum australe (Gaudich.) Soskov: Die einzige in Australien ursprünglich heimische Art der Subtribus Centaureinae.
  • Rhaponticum berardioides (Batt.) Hidalgo (Syn.: Leuzea berardioides Batt.). Wird auch als Unterart Rhaponticum coniferum subsp. berardioides (Batt.) Greuter zu Rhaponticum coniferum gestellt. Sie kommt nur in Marokko vor.[3]
  • Rhaponticum canariense DC.: Die einzige Art auf den Kanarischen Inseln (Teneriffa).[3]
  • Saflor-Bergscharte, Hirschwurzel, Maralwurzel oder Maralpflanze (Rhaponticum carthamoides (Willd.) Iljin, Syn.: Cnicus carthamoides Willd., Leuzea carthamoides (Willd.) DC., Stemmacantha carthamoides (Willd.) Dittrich): Sie ist Russland, Kasachstan, der Mongolei und im autonomen Gebiet Xinjiang verbreitet.[1]
  • Rhaponticum centauroides (L.) O.Bolòs,(Syn.: Rhaponticum cynaroides Less.; Cnicus centauroides L.): Sie kommt in Spanien und Frankreich vor.[3]
  • Zapfenkopf (Rhaponticum coniferum (L.) Greuter, Syn.: Centaurea conifera L., Leuzea conifera (L.) DC.): Er ist in Südeuropa und Nordafrika verbreitet.[1]
  • Rhaponticum cossonianum (Ball) Greuter: Sie kommt nur in Marokko vor.[3]
  • Rhaponticum exaltatum (Willk.) Greuter: Sie kommt im Portugal, im südlichen Spanien und Marokko vor.[3]
  • Rhaponticum fontqueri (Sauvage) Hidalgo (Syn.: Leuzea fontqueri Sauvage). Wird bei Euro+Med als Synonym von Rhaponticum coniferum angesehen.[3]
  • Rhaponticum heleniifolium Godr. & Gren. (Syn.: Rhaponticum scariosum subsp. heleniifolium (Godr. & Gren.) Nyman): Sie kommt in Frankreich, der Schweiz, Italien und Österreich vor.[3]
  • Rhaponticum insigne (Boiss.) Wagenitz: Sie kommt in der Türkei vor.[3]
  • Rhaponticum integrifolium C.Winkl.: Sie kommt in Zentralasien vor.
  • Rhaponticum karatavicum Iljin: Sie kommt nur in Turkestan vor.
  • Rhaponticum longifolium (Hoffmanns. & Link) Dittrich: Sie kommt in Portugal und Marokko vor.[3]
  • Rhaponticum lyratum C.Winkl. ex Iljin: Sie kommt in Zentralasien vor.
  • Rhaponticum namanganicum Iljin: Sie kommt in Zentralasien vor.
  • Rhaponticum nanum Lipsky: Sie kommt in Zentralasien und in Afghanistan vor, mit den Unterarten:
    • Rhaponticum nanum Lipsky subsp. nanum
    • Rhaponticum nanum Lipsky subsp. pellucidum (Rech. f.) Dittrich: Sie kommt in Afghanistan vor.
  • Rhaponticum nitidum Fisch.: Sie kommt in Zentralasien vor.
  • Schöne Bergscharte (Rhaponticum pulchrum Fisch. & C.A.Meyer, Syn.: Leuzea pulchra (Fisch. & C.A.Mey.) Holub): Sie kommt in Aserbaidschan, Georgien und in Russland vor.[3]
  • Federblume (Rhaponticum repens (L.) Hidalgo, Syn.: Acroptilon repens (L.) DC., Centaurea picris Pall. ex Willd., Centaurea repens L.): Die Heimat ist Südosteuropa, Osteuropa und Asien; sie ist weltweit ein Neophyt.[1]
  • Lamarcks Bergscharte (Rhaponticum scariosum Lam.): Es gibt etwa zwei Unterarten:
    • Alpen-Bergscharte oder Riesen-Flockenblume (Rhaponticum scariosum subsp. rhaponticum (L.) Greuter, Syn.: Centaurea rhapontica L., Leuzea rhapontica (L.) Holub, Stemmacantha rhapontica (L.) Dittrich): Sie kommt in Italien, Slowenien und der Schweiz vor.[1]
    • Lamarcks Bergscharte (i. e. S.) (Rhaponticum scariosum Lam. subsp. scariosum): Sie kommt in Frankreich, der Schweiz und Italien vor.[1]
  • Rhaponticum uniflorum (L.) DC. (Syn.: Cnicus uniflorus L., Stemmacantha uniflora (L.) Dittrich): Sie ist in China, Korea, Russland und der Mongolei verbreitet.[1]

Quellen

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