Lichtylus kaisha

Krabbenart der Familie Aphanodactylidae From Wikipedia, the free encyclopedia

Lichtylus kaisha ist eine Art der Krabben und einziger Vertreter der Gattung Lichtylus.[1] Der Gattungsname ist eine künstliche Zusammensetzung aus licht (für ‚durchscheinend‘ unter Bezugnahme auf die helle Färbung der Art) und der Endung -tylus für Aphanodactylidae. Der Artname leitet sich vom lokalen Dialekt der japanischen Yaeyama-Inseln (Teil der Ryūkyū-Inseln), in dem kaisha ‚schön‘ oder ‚liebenswert‘ bedeutet. Die Art wurde in der tieferen Gezeitenzone (10 m) als Symbiont von Schopfwürmern der Gattung Eupolymnia nachgewiesen, an deren Mundöffnung sie haften.[2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name der Gattung ...
Lichtylus kaisha
Systematik
Unterordnung: Pleocyemata
Teilordnung: Krabben (Brachyura)
Überfamilie: Aphanodactyloidea
Familie: Aphanodactylidae
Gattung: Lichtylus
Art: Lichtylus kaisha
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Lichtylus
Naruse & Yoshida, 2018
Wissenschaftlicher Name der Art
Lichtylus kaisha
Naruse & Yoshida, 2018
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Merkmale

Gattung

Der Carapax ist bei den Männchen rundlich, bei Weibchen trapezförmig. Der Seitenrand ist glatt. Die Stirn fällt nach vorn-unten ab, ihr Rand endet beidseitig in dreieckigen Lappen. Die Augenhöhle steht in Vorderansicht schräg, der Rand ist glatt, der innere Augenzahn dreieckig und kurz. Das Epistom ist kurz, sein Hinterrand breit konkav. Die Antennule faltet sich nahezu vertikal, die Antenne steht vertikal. Der dritte Maxilliped bedeckt die gesamte Mundbucht. Sein Ischium ist mittellang und länger als der Merus. Der lamellenartige Carpus setzt mittig am körperfernen Abschnitt des Merus an. Propodus und Dactylus sind kurz, verschmälern sich und sind End-zu-End verbunden. Nur die Streckseite des Carpus ist eingefaltet von unten sichtbar. Die beiden Scherenbein sind bei beiden Geschlechtern gleich. Der Innenrand ihres Carpus ist abgerundet. Die vier Schreitbeinpaare sind schlank und etwa gleich in ihrer Form. Ihr Merus ist im Querschnitt länglich und hat, wie auch der Propodus, keine Ornamentierungen. Der Dactylus ist relativ lang, nadelförmig und unbezahnt. Das Pleon der Männchen ist fassförmig. Das erste Gonopodium ist einfach gebaut.[2]

Art

Der männliche Holotyp ist 2,3 mm lang und 3,1 mm breit, der weibliche 3,2 × 5,7 mm.[2]

Männchen: Die thorakalen Sterniten drei und vier sind nicht abgegrenzt. Die Nähte zwischen den Sterniten 4 bis 8 enden zur Mitte hin am Hang der Sternalhöhle. Ein Druckknopf für den Arretiermechanismus des Pleons ist nicht vorhanden. Die Sternalhöhle ist relativ breit, aber flach. Das erste Gonopodium ist einfach gebaut und leicht zur Mitte gebogen, das zweite kurz.[2]

Weibchen: Die Vulva ist rund und liegt direkt hinter der Naht 5/6 auf dem sechsten Somiten.[2]

Einzelnachweise

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