Limberg-Lappen
limberg plastik
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Der Limberg-Lappen, auch Rhomboid-Lappen genannt, ist eine Lappenplastik, welche zur Deckung eines rautenförmigen Defektes benutzt wird. Er gehört zu der Gruppe der Transpositionslappen. Er wurde von Limberg im Jahre 1946 entwickelt.[1]
Blutversorgung
Die Blutversorgung des Lappens entspricht einer zufallsverteilten Lappendurchblutung (Random Pattern Flaps).[2]
Vorgehen
Die Limberg-Lappenplastik folgt einem geometrischen Prinzip. Zunächst wird ein rhomboidförmiger Defekt geschaffen, wobei der ursprüngliche Defekt zentriert im Rhombus zu liegen kommt. Die Hautschnitte sollten idealerweise entlang der Hautspannungslinien gesetzt werden, da hier die geringste Spannung auf die Narben entsteht und eine Heilung ungestört ist. Der entstehende Defekt sollte vier gleich lange Seiten haben, zwei Winkel mit 60° und zwei Winkel mit 120°. Anschließend wird an der Längsseite des rhomboidförmigen Defektes ein dreieckiger Lappen inzidiert, wobei der innere Schnitt einen Winkel von 120° haben sollte. Der äußere Schnitt sollte im 60°-Winkel geführt werden sowie parallel zum Wundrand des Defektes verlaufen. Der Lappen wird mobilisiert und in den Defekt hineingeschwenkt.
Indikation
Der Limberg-Lappen kann zur Rekonstruktion nach Exzision kleiner Tumore (vor allem Basalzellkarzinome) in der Stirn- und Temporalregion sowie zur Defektdeckung nach Operationen wie z. B. bei Sinus pilonidalis oder Hidradenitis suppurativa verwendet werden.
Literatur
- A. A. Limberg: Design of local flaps. In: Modern trends in plastic surgery. Band 2, 1966, S. 38–61, ISSN 0544-6929. PMID 4888664.
- Hilko Weerda: Kompendium plastisch-rekonstruktiver Eingriffe im Gesichtsbereich (PDF; 4,6 MB).