Liste der Straßentunnel in Berlin
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Diese Liste der Straßentunnel in Berlin verzeichnet alle Autobahntunnel im Stadtgebiet von Berlin. Die Auflistung erfolgt standardmäßig nach Länge, kann aber individuell verändert werden. Derzeit (Stand: 2025) sind in Berlin 20 Straßentunnel in Betrieb.
Straßentunnel in Berlin |
| Name | Länge[1] | Fahrspuren | Straße | Geographische Koordinaten | Bemerkung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tunnel Tiergarten Spreebogen | 2681 m[2] | 4 | 52° 31′ 07,9″ N, 013° 22′ 16,4″ O | Berlins längster Straßentunnel unterquert den Tiergarten, das Regierungsviertel sowie die Spree und wurde 2006 eröffnet.[3][4][5] | ||
| Tunnel Ortsteil Britz | 1713 m | 6 | 52° 27′ 40,6″ N, 013° 25′ 29,2″ O | Die Tunnelanlage ist nahezu unbebaut. Es befindet sich dort stattdessen eine Parkanlage. Die Teilanschlussstellen Britzer Damm und Buschkrugallee sind in die Anlage integriert. Der Tunnel wurde 2000 errichtet,[6] um den Ortsteil Britz nicht durch die Stadtautobahn in zwei Teile zu spalten. | ||
| Tunnel Rudower Höhe | 1000 m[2] | 6 | 52° 24′ 59,4″ N, 013° 31′ 23,5″ O | Die Tunnelanlage führt unter einer Parkanlage hindurch. Unmittelbar westlich des Tunnels liegt die namensgebende Rudower Höhe. Die Anlage wurde im Oktober 2007 in Betrieb genommen.[7] | ||
| Tunnel Flughafen Tegel | 967 m | 4 | 52° 33′ 40,1″ N, 013° 18′ 39,6″ O | Die Tunnelanlage unterquert den ehemaligen Flughafen Tegel. Die Anschlussstelle Eichborndamm ist teilweise in die Anlage integriert. Der Tunnel wurde in den 1980er Jahren errichtet.[8][9] | ||
| Tunnel Tegel Ortskern | östliche Röhre: 778 m
westliche Röhre: 753 m |
4 | 52° 35′ 23,4″ N, 013° 17′ 20,6″ O | Die Tunnelanlage führt durch den Tegeler Ortskern parallel entlang zur Trasse der Kremmener Bahn. Der Tunnel wurde weitgehend nicht überbaut. Es befindet sich dort stattdessen eine Parkanlage. Die Anlage wurde in den 1980er Jahren errichtet.[10][11] | ||
| Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße | 570 m | 6 | 52° 28′ 22,1″ N, 013° 18′ 23,4″ O | Die Autobahn wurde 1980 mit einem Wohnkomplex in der Architektur der 1970er Jahre überbaut.[12] Die Tunnelanlage gehörte bis 2006 zur A 104, ehe diese ein Ast der A 100 wurde. Aktuell (Stand: 2025) ist die Durchfahrt der Anlage gesperrt. | ||
| Tunnel Beyschlagsiedlung | 500 m | 4 | 52° 36′ 33,6″ N, 013° 15′ 27,9″ O | Die Tunnelanlage unterführt lediglich ein Waldgebiet. Direkt südlich des Tunnels liegt die Beyschlagsiedlung.[13] Die Anlage wurde in den 1980er Jahren errichtet.[14] | ||
| Tunnel am Adenauerplatz | 446 m[2] | 3 | Lewishamstraße / Brandenburgische Straße | 52° 29′ 58,5″ N, 013° 18′ 25,5″ O | Die Tunnelröhre mit drei Fahrstreifen unterquert den Adenauerplatz und den Kurfürstendamm in Nord-Süd-Richtung. Pro Fahrtrichtung ist nur jeweils eine Fahrspur geöffnet, die mittlere (dritte) Spur ist durch Lichtzeichenanlage gesperrt. Der Tunnel wurde in den 1970er Jahren errichtet[15] und 2018 saniert. | |
| Tunnel Alexanderplatz | 403 m[2] | 4 | 52° 31′ 17,0″ N, 013° 24′ 56,9″ O | Der Straßentunnel der Grunerstraße verläuft östlich des Alexanderplatzes[16]. | ||
| Tunnel Grenzallee | 385 m[2] | 6 | 52° 28′ 03,7″ N, 013° 27′ 32,8″ O | Tunnel unterquert die Grenzallee und die Neuköllnische Allee.[17] Er wurde 2025 eröffnet. | ||
| Bundesplatztunnel | 381 m[2] | 4 | Bundesallee | 52° 28′ 42,1″ N, 013° 19′ 42,6″ O | Der Tunnel unterquert den Bundesplatz, die A 100 und die Ringbahntrasse in Nord-Süd-Richtung. Er wurde in den 1960er Jahren in Betrieb genommen.[18] | |
| Wilmersdorfer Tunnel | 326 m[2] | 4 | Bundesallee | 52° 29′ 12,8″ N, 013° 19′ 51,6″ O | Der Tunnel unterquert die Berliner Straße in Nord-Süd-Richtung und wurde in den 1960er Jahren in Betrieb genommen.[19] | |
| Tunnel Altglienicke | 304 m | 6 | 52° 24′ 18,8″ N, 013° 31′ 16,0″ O | Die Tunnelanlage unterquert den Landschaftspark Rudow-Altglienicke und wurde 2007 in Betrieb genommen. | ||
| Tunnel Feuerbachstraße | 288 m[2] | 6 | 52° 27′ 51,8″ N, 013° 20′ 00,2″ O | Die Tunnelanlage unterquert die Trasse der Wannseebahn auf Höhe des Bahnhofs Feuerbachstraße. Die Anlage wurde in den 1970er Jahren errichtet.[20] | ||
| Tunnel Alt-Friedrichsfelde | 281 m[2] | 4 | 52° 30′ 34,8″ N, 013° 31′ 07,9″ O | Der Tunnel unterquert die Rhinstraße/Am Tierpark in Ost-West-Richtung. | ||
| Tunnel Innsbrucker Platz | 259 m | 6 | 52° 28′ 42,3″ N, 013° 20′ 37,9″ O | Die Tunnelanlage unterquert den Innsbrucker Platz und wurde 1978 errichtet.[21] Die heutigen Nothaltebuchten und die dazugehörigen Notausgänge waren ursprünglich als Haltestellen der Autobuslinie A65 geplant.[22] | ||
| Tunnel Rathenauplatz | 245 m[2] | 6 | 52° 29′ 42,8″ N, 013° 17′ 05,4″ O | Die Tunnelanlage unterquert den Rathenauplatz und wurde 1958 errichtet.[23] | ||
| Tunnel Forstamt Tegel | 208 m | 4 | 52° 36′ 15,9″ N, 013° 16′ 15,5″ O | Die Tunnelanlage unterführt ein Waldgebiet. Nördlich des Tunnels liegt das Forstamt Tegel. Die Anlage wurde in den 1980er Jahren errichtet. | ||
| Tunnel Ernststraße | 154 m[2] | 4 | 52° 34′ 57,4″ N, 013° 17′ 38,4″ O | Die Tunnelanlage aus den 1980er Jahren unterführt die unterbrochene Ernststraße sowie die Kremmener Bahn[24]. | ||
| Tunnel Unter den Eichen | 42 m[2] | 4 | 52° 26′ 44,5″ N, 013° 17′ 37,3″ O | Kurzer Tunnel unter der Drakestraße.[25] |
Stillgelegte oder geplante Tunnel
In dieser ergänzenden Liste sind stillgelegte Tunnel, Tunnel mit bereits ausgeführten Bauvorleistungen sowie geplante Tunnel mit starker medialer Präsenz aufgeführt.
| Name | Länge | Fahrspuren | Straße | Geographische Koordinaten | Bemerkung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tunnel am Breitscheidplatz | 25 m | 2 | Budapester Straße, Fahrrichtung Osten | 52° 30′ 18,3″ N, 013° 20′ 12,7″ O | Der Tunnel wurde Mitte der 1960er Jahre eröffnet. Er unterquerte die damals vorhandene Straßenbahnstrecke und die Straße, die von der Tauentzienstraße zur Budapester Straße führte (umgangssprachlich: „Die Schnalle“). Er wurde 2005 stillgelegt kurz darauf verfüllt.[26] | |
| Achsenkreuz | – | 2 | Geplante Ost-West-Achse (heute: Straße des 17. Juni) unter der Nord-Süd-Achse |
52° 30′ 57,4″ N, 013° 22′ 19,5″ O | Es handelt sich um eine Bauvorleistung im Zusammenhang mit der Umgestaltung Berlins zur „Welthauptstadt Germania“ aus dem Ende der 1930er Jahre. Es sind nur die zwei Abschnitte vorhanden, die die Fahrbahn der Ost-West-Achse unterqueren sollten, damit diese nicht wieder aufgerissen werden müsste.[27] Im Zweiten Weltkrieg wurden die Tunnel als Produktionsstätte genutzt.[28] Die beiden Tunnelabschnitte stehen unter Denkmalschutz[29] | |
| Tunnel am Breitscheidplatz | – | 4 | Nachodstraße / Hohenzollerndamm unter der Bundesallee | 52° 29′ 42,9″ N, 013° 19′ 50,4″ O | Der kurze Tunnelstummel ist im beim Bau der U-Bahn-Linie U9 entstanden. Dabei wurde nur der Bereich gebaut, der unmittelbar über dem U-Bahn-Tunnel liegt.[30][31][32] | |
| Richard-Wagner-Platz | – | 4 | Otto-Suhr-Allee unter dem Richard-Wagner-Platz | 52° 31′ 02,6″ N, 013° 18′ 23,6″ O | Die Trasse des Tunnels im Verlauf der Otto-Suhr-Allee ist im nördlichen Verteilergeschoss des U-Bahnhofs baulich berücksichtigt worden.[30][33] | |
| Tunnel Paulsternstraße | – | 4 | Nonnendammallee unter der Paulsternstraße | 52° 32′ 17,5″ N, 013° 14′ 51,9″ O | Beim Bau vom U-Bahnhof Paulsternstraße wurde eine Spundwand der U-Bahn-Baugrube im Erdboden stehen gelassen, um später die Tunnel-Baugrube neben der U-Bahn ausschachten zu können. Vorgesehen war der Tunnel wegen einer geplanten Straßenverbindung von der Paulsternstraße zur Reichsstraße in Westend[30][34] | |
| Tunnel am U-Bahnhof Amrumer Straße | – | 4 | Westtangente unter der Luxemburger Straße / Föhrer Straße | 52° 32′ 31,8″ N, 013° 20′ 58,3″ O | Die Westtangente war ursprünglich als Straßenverbindung von Zehlendorf über Tiergarten nach Tegel geplant.[30] Über dem U-Bahnhof Amrumer Straße wurde der Einbau eines Straßentunnels durch Verstärkungen der Stützen und Decke am südlichen Bahnsteigende vorbereitet. Die Straße sollte die Luxemburger/Föhrer Straße unterqueren.[35] | |
| Tunnel unter dem Güterbahnhof des Potsdamer Bahnhofs | – | 4 | Von der Schöneberger Straße zur Dennewitzstraße | 52° 29′ 58,3″ N, 013° 22′ 19,4″ O | Dieser Tunnel sollte das Gelände des Güterbahnhofs der Potsdamer Bahn unterqueren und von der Schöneberger Straße zur Dennewitzstraße führen. Beim Bau vom oberirdisch liegenden U-Bahnhof Gleisdreieck wurde er konstruktiv berücksichtigt, indem am oberen Ende der Hochbahn-Pfeiler Halterungen für Abfangträger eingebaut wurden, um die Träger beim Bau des Tunnels abfangen zu können.[36] | |
| Tunnel Ortskern Zehlendorf | – | 4 | Potsdamer Straße / Berliner Straße unter der Clayallee | 52° 26′ 06,1″ N, 013° 15′ 37,4″ O | Für diesen Tunnel gibt es keine Bauvorleistungen. Das Bauwerk hätte einschließlich der Rampen eine Gesamtlänge von 871 m gehabt, davon 462 m als geschlossener Tunnel.[30][37][38] Die Veröffentlichung der damaligen Planung führte zu erheblichen Bürgerprotesten, die von der Wählergemeinschaft Unabhängiger Bürger unterstützt wurde. | |
Nicht aufgeführt sind weitere nur im Berliner Flächennutzungsplan 1965[30] und den zugehörigen Bauplänen vorgesehene Tunnel, beispielsweise unter dem Theodor-Heuss-Platz, dem Ernst-Reuter-Platz oder dem Großen Stern.
Literatur
- Günter Eichmann und Jochen Riepe: Licht für Berliner Straßentunnel 1958 bis 1998 – 40 Jahre Geschichte und Geschichten zur technischen Entwicklung fortschrittlicher Tunnel-Beleuchtungsanlagen. kaltnermedia, Böblingen, Berlin und Oldenburg 2005.








