LoRa (Übertragungsverfahren)
Übertragungsverfahren
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LoRa (von engl. long range) ist ein proprietäres Funk-Übertragungsverfahren auf der Bitübertragungsschicht. Es basiert auf einer Chirp-Spread-Spectrum-Modulation und wurde von der Firma Semtech Corporation patentiert.[1] Das Übertragungsverfahren findet Verwendung in LPWAN und ist auf eine hohe Energieeffizienz bei Reichweiten bis ca. 15 km und auf geringe Datenübertragungsraten ausgerichtet.[2]

Die Reichweiten im UHF-Band erstrecken sich von 2 km in Stadtgebieten bis zu 40 km in ländlichen Gebieten. Ein großer Vorteil ist die Gebäude-Durchdringung, sodass auch Keller erreicht werden können. Der Strombedarf in Endgeräten beträgt rund 10 mA im Betriebs- und 100 nA im Ruhemodus. Das ermöglicht bei Vernachlässigung der Selbstentladung eine Batterielebensdauer von 2 bis 15 Jahren. Die Frequenzspreizung ermöglicht eine hohe Effizienz bei Datentransfer und Energieverbrauch. Interferenzen werden dadurch minimiert.[3]
Anwendungen
- LoRaWAN
- The Things Network
- Meshtastic
- MeshCore
- Amazon Sidewalk
Frequenzen
LoRa nutzt regional unterschiedliche Frequenzbereiche im ISM- und im SRD-Band, darunter in Europa das Frequenzband von 433,05 bis 434,79 MHz (ISM-Band Region 1) und von 863 bis 870 MHz (SRD-Band Europa). In Nordamerika ist das Frequenzband von 902 bis 928 MHz (ISM-Band Region 2) dafür freigegeben.[4][5] Generell gibt es Geräte für folgende Frequenzen: 433 MHz, 470 MHz, 799 MHz, 865 MHz, 868 MHz, 915 MHz, 920 MHz und 923 MHz.
Weblinks
- A technical overview of LoRa and LoRaWAN (PDF; 1,4 MB)