Ludwig Maria Paly

19.5.1896 (Clau Modest) Compadials (Gem. Sumvitg), 3.8.1933 Dingzhou (China). Sohn des Giachen Giusep, Bauern, und der Paula geb. Lombriser. 1909 Stiftsschule Disentis, ab 1911 Kolleg Maria Hilf in Schwyz. Nach der Matura 1916 Priesterseminar in Ch.. From Wikipedia, the free encyclopedia

Ludwig Maria Paly OP (* 19. Mai 1896 als Nikolaus Modest Paly in Sumvitg, Kanton Graubünden; † 3. August 1933 in der Provinz Fujian, China) war ein Schweizer Dominikaner, Missionar, und Märtyrer.

Leben

Nikolaus Modest Paly, unter dessen 8 Geschwistern mehrere Religiosen wurden, besuchte ab 1909 die Schule im Kloster Disentis. Die Maturaprüfung legte er 1916 im Kollegium Maria Hilf in Schwyz ab. Kurz darauf trat er in Chur in das Priesterseminar ein. Durch die Dominikanerinnen von Kloster Ilanz, unter denen sich drei seiner Schwestern befanden, kam er in Kontakt mit den Dominikanern von Köln und trat in das Dominikanerkloster Köln ein. Am 10. Oktober 1917 begann er das Noviziat unter dem Ordensnamen Ludwig (nach Luis Beltrán). Er hatte Benedikt Momme Nissen zum Mitbruder. Er legte die Einfache Profess am 10. Oktober 1918 und die Ewige Profess drei Jahre später ab. Am 13. August 1922 wurde er im Kölner Dom zum Priester geweiht. Noch im selben Jahr reiste er in die dominikanische China-Mission in der Provinz Fujian. Er kam am 26. Januar 1923 in Shantou an und reiste über Shanghang nach Wuping weiter, wo er zunächst die Sprache lernen musste. Im Kontext der Kämpfe zwischen der chinesischen Nationalregierung und den Kommunisten gestaltete sich die Missionsarbeit schwierig. Er musste mehrfach fliehen oder sich verstecken. Schließlich wurde er von den Kommunisten gefangen genommen, als Geisel mitgeführt und Anfang August 1933 ermordet.

Gedenken

Die Römisch-katholische Kirche in Deutschland hat Pater Ludwig Maria Paly als Märtyrer in das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts aufgenommen.

Literatur

  • Elias H. Füllenbach, Art.: Pater Ludwig Maria (Nikolaus Modest) Paly, in: Helmut Moll, (Hg. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz), Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts, Paderborn u. a. 1999, 8., erweiterte und aktualisierte Auflage 2024, S. 1449–1453.

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