Bauerschaft Löringhof
Bauerschaft im östlichen Gebiet der Stadt Datteln
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Bauerschaft Löringhof (auch einfach nur Löringhof genannt) ist eine Bauerschaft im östlichen Gebiet der Stadt Datteln.
Die Bauerschaft liegt am östlichen Ufer des Rhein-Herne-Kanals und hier bestand bis 1977 das Haus Löringhof.
Geografische Lage
Löringhof liegt im Osten des Dattelner Gebiets angrenzend an das östliche Ufer des Rhein-Herne-Kanals. Löringhof grenzt im Osten an Waltrop, im Westen an das Industriegebiet Emscher-Lippe und im Norden an die Bauerschaft Losheide.[1]
Bis zu seiner Schließung 2024 befand sich hier die Mülldeponie Löringhof.[2]
Geschichte
Das erste Mal erwähnt wurde Löringhof 1243, als der Edle Cunradus de Ludrinchove dem Kloster Flaesheim, das südlich von Haus Löringhof gelegene, Wenniger Bruch und den Wald Lenninghausen verkaufte.[3]
Historisch soll das ehemalige Gut Löringhof der Bauerschaft Hagem gehören.[4]
Gut Löringhof
Das Gut Löringhof, auf welchem sich Haus Löringhof befand, war eine Sumpfburg im Kirchspiel Datteln.[5]
1411 ging das Haus Löringhof an einen Hermann von Neyhem gnt. de Cuyscher über. 1421 verkaufte Hermann das Gut an einen Diederich Frydag van den Husen auf Haus Schorrich. Im Jahre 1655 erbte Hermann Adolf Quad von Landskron das Gut Löringhof.
Das Wappen der Frydags hatte drei Ringe, einer davon wurde in das Wappen Dattelns aufgenommen.[6]
1743 zählte Löringhof zu den Besitztümern des Freiherren Wilhelm Ludolph von Boenen. Umbauten und Veränderungen erfolgten im 16. bis zum 18. Jahrhundert.
1755 verpachtete die Witwe von Boenen das Gut. Der letzte Erbe der Familie, Maximilian von Böhnen, residierte bis zu seinem Tod im Jahr 1815 auf Haus Löringhof. Im Anschluss wurde das Haus mit anderen Löringhofschen Gütern (Löringhoff, Möcklinghoff und Klostern) an den Grafen von Westerholt-Gysenberg vererbt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus Löringhof von einer Luftmine getroffen und somit stürzte die Nordwestwand der Burg ein.
1977 wurde die Ruine, nach mehreren weiteren Einstürzen, abgerissen.[7]
Namensvarianten
Der Name Löringhof hat verschiedene Schreibweisen, die vor allem im Laufe der Geschichte anders geschrieben wurden:
- Löringhoff; historische Schreibweise
- Ludrinchoven/Ludrinkhoven; Wie in „Cunradus de Ludrinchove“ (modernisiert: „Konrad von Ludrinkhoven“)
- Loringhoven ; Wie im genanntnamen des Adelsgeschlechts Frydag-Loringhoven