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Malaiische Wasserspitzmaus

Art der Gattung Biberspitzmäuse (Chimarrogale) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Malaiische Wasserspitzmaus (Crossogale hantu, teilweise auch Chimarrogale hantu) ist eine in Südostasien lebende Spitzmaus. Sie wird häufig den Biberspitzmäusen (Chimarrogale) zugesprochen, doch genetische Daten verweisen sie zur Gattung Crossogale.[1][2] Über die vom Aussterben bedrohte Art ist sehr wenig bekannt.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Malaiische Wasserspitzmaus
Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Insektenfresser (Eulipotyphla)
Familie: Spitzmäuse (Soricidae)
Unterfamilie: Soricinae
Gattung: Crossogale
Art: Malaiische Wasserspitzmaus
Wissenschaftlicher Name
Crossogale hantu
Harrison, 1958
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Merkmale

Die Malaiische Wasserspitzmaus ist mit einer Kopf-Rumpf-Länge von acht bis zwölf Zentimetern und einer Schwanzlänge von sechs bis zehn Zentimetern relativ groß. Das Gewicht beträgt etwa 30 Gramm. Der an die Fortbewegung unter Wasser angepasste Körper ist stromlinienförmig, mit kurzen Beinen und einem, im Verhältnis zur Körpergröße, langen und braun behaarten Schwanz. Das dichte und wasserabweisende Fell ist am Rücken dunkelgrau, manchmal ins Bräunliche gehend gefärbt. Die Bauchseite ist hellgrau oder weiß. Die Malaiische Wasserspitzmaus hat eine lange Schnauze, winzige Augen und kaum sichtbare Ohren. Die Füße tragen einen Borstensaum, der die Funktion einer Schwimmhaut ausübt. Taucht die Malaiische Wasserspitzmaus, verschließen kleine Hautlappen die Ohröffnungen.[3]

Verbreitung

Diese Malaiische Wasserspitzmaus ist nur aus einem sehr kleinen Areal im tropischen Regenwald der malaiischen Halbinsel bekannt. Im Hulu Langat Forest Reserve, Distrikt Hulu Langat, Selangor, Malaysia, bewohnt sie kleine Fließgewässer und die Ufersäume von Flüssen.[4]

Verbreitung auf der malaiischen Halbinsel

Ökologie

Seit der Erstbeschreibung durch den britischen Zoologen und späteren Professor an der National University of Singapore, John Leonard Harrison, wurden kaum neue Erkenntnisse über die Ökologie der Malaiischen Wasserspitzmaus gewonnen.[5][6] Danach lebt sie an klaren Fließgewässern und erbeutet Insekten, aquatische Insektenlarven, kleine Krebse und Garnelen sowie Fische unter Wasser. Die wenigen weiteren Veröffentlichungen behandeln vorrangig taxonomische Themen und wiederholen Harrisons Angaben.[7][8] Lediglich Stone weist auf Vorkommen bis in 3300 Meter Höhe hin.[9]

Gefährdung und Schutz

Die Malaiische Wasserspitzmaus, die auf klares und sauberes Wasser angewiesen ist, leidet unter der Zerstörung ihrer Lebensräume durch Rodung, Sedimentation und Gewässerverschmutzung. Gelegentlich verfängt sie sich auch in Fischnetzen und Reusen.[3] Der IUCN-Aktionsplan für alle eurasischen Insektenfresser und Waldspitzmäuse, 1995 ins Leben gerufen, soll auch zum Erhalt der Malaiischen Wasserspitzmaus beitragen. Hierzu laufen Untersuchungen des Lebensraums im Hulu Langat Forest Reserve und im benachbarten Temegor Forest Reserve.[9] Aufgrund der Lebensraumsituation wird die Malaiische Wasserspitzmaus in der Roten Liste der IUCN als „gering gefährdet“ eingestuft.[4] Gleichzeitig verweist die Begründung jedoch auf das begrenzte Vorkommen in einem durch menschliches Vordringen, durch Abholzung und sich ausbreitende Landwirtschaft zunehmend bedrohten Lebensraum, so dass der Fortbestand dieser Art gefährdet ist.

Literatur

  • J. L. Harrison (1958): Chimarrogale hantu a new water shrew from the Malay Peninsular, with a note on the genera Chimarrogale and Crossigale (Insectivora, Soricidae). Ann. Mag. Nat. Hist., 13(1): 282–290.
  • J.F. Merritt, S. Churchfield, R. Hutterer, B. Sheftel (Hrsg.) (2005): Recent Advances in the Biology of Shrews II. International Society of Shrew Biologists, Special Publication No. 1.
  • R. Hutterer (2005): Tooth formula and tooth nomenclature in shrews. International Society of Shrew Biologists, Special Publication No. 1: 397–404.
  • R. Hutterer (2005): Order Soricomorpha. In: Mammal Species of the world: a taxonomical reference. Third ed. (D.E. Wilson, D.A. Reeder, eds.). Johns Hopkins University Press, Baltimore, 220–311.
  • D. Stone (1996): Eurasian Insectivores and Tree Shrews: Status, Survey and Conservation Action Plan. IUCN/SSC Insectivore, Tree Shrew and Elephant Shrew Specialist Group. IUCN, Gland, Switerzland.
  • F. Chiozza (2008): Chimarrogale hantu. In: IUCN (2010): IUCN Red List of Threatened Species. Version 2010.1. <www.iucnredlist.org>. Downloaded on 10 May 2010.
Commons: Malaiische Wasserspitzmaus (Chimarrogale hantu) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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