Mamilia
Figur aus der Herkunftssage der Familie der Mamilier; Tochter des Telegonos und Ahnherrin der gens Mamilia
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Mamilia war in der genealogischen Herkunftssage der antiken latinischen Familie der Mamilier die Ahnherrin der Familie.
Die gens Mamilia stammte aus dem latischen Tusculum und war dort im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. anscheinend die beherrschende Fürstenfamilie. Die Herkunftssage Tusculums führte die Stadt auf eine Gründung des Telegonos zurück, eines Sohns des Odysseus und der Kirke. Mamilia war nun laut der mamilischen Sage die Tochter des Telegonos und Stammmutter des Geschlechts. Diese Sage verbreitete die Familie noch im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr., als sie nunmehr eine unter vielen plebejischen römischen Familien war, auf Münzen; sie schlägt sich auch in der literarischen Tradition nieder, die Mamilia ausdrücklich nennt (Rufus Festus 130; ep. 131; Titus Livius 1,49,9; Dionysios von Halikarnassos 4,45,1).
Literatur
- Gary D. Farney: The Mamilii, Mercury and the “limites”: Aristocratic Genealogy and Political Conflict in Republican Rome. In: Athenaeum. Studi di letteratura e storia dell'antichità. Band 96, 2008, S. 251–260 (Digitalisat).
- Friedrich Münzer: Mamilius 16. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XIV,1, Stuttgart 1928, Sp. 959.