Mary-Lou Pardue
US-amerikanische Zellbiologin und Genetikerin (1933 - 2024)
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Mary-Lou Rekemeyer Pardue (* 15. September 1933 in Lexington, Kentucky;[1] † 1. Juni 2024[2]) war eine US-amerikanische Zellbiologin und Genetikerin und Professorin am Massachusetts Institute of Technology.
Leben und Wirken
Mary-Lou Pardue erwarb 1955 am College of William & Mary einen Bachelor in Biologie. Neben einer Arbeit als technische Assistentin am Oak Ridge National Laboratory erwarb sie 1959 an der University of Tennessee einen Master in Strahlenbiologie und 1970 bei Joseph G. Gall an der Yale University einen Ph.D. in Biologie. Gemeinsam entwickelten Pardue und Gall die In-situ-Hybridisierung. Als Postdoktorandin arbeitete sie bei Max L. Birnstiel an der University of Edinburgh.
Seit 1972 war sie am Massachusetts Institute of Technology, wo sie 1980 eine ordentliche Professur erhielt. Seit 1995 hatte sie dort eine nach Boris Magasanik benannte Professur für Biologie inne.[3][4]
Pardue und Mitarbeiter befassten sich mit Chromosomen als Zellorganellen. Sie konnte zur Aufklärung der Bildung der Telomere beim Modellorganismus Drosophila melanogaster beitragen, die sich von derjenigen bei den meisten anderen Organismen unterscheidet (Retrotransposons). Die Erkenntnisse haben Bedeutung für das Verständnis transposabler Elemente. Weitere Arbeiten Purdues befassten sich mit der Stressantwort der Zelle, insbesondere mit dem Hitzeschock-Gen Hsr-omega, das nicht für ein Protein codiert, sondern drei RNAs hervorbringt.[5]
Mary-Lou Pardue hat (Stand September 2024) einen h-Index von 52.[6] Zu ihren Schülern gehören Allan C. Spradling, Matthew P. Scott und Thomas R. Cech.
Auszeichnungen (Auswahl)
- 1978 Fellow der American Association for the Advancement of Science
- 1983 Mitglied der National Academy of Sciences[5]
- 1983 Präsidentin der Genetics Society of America[7]
- 1985 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences[8][9]
- 1985 Ehrendoktorat des Bard College[10]
- 1986 Präsidentin der American Society for Cell Biology[11]
- 1989 Wilbur Cross Medal der Yale University[12]
- 2006/7 Ehrendoktorat der University of Edinburgh[13]
Literatur
- Mary-Lou Pardue. In: Elga Ruth Wasserman (Hrsg.): The door in the dream : conversations with eminent women in science. National Academies Press, 1999, ISBN 0-309-06568-2, S. 97–102 (archive.org [abgerufen am 3. Februar 2024]).
- Susan A. Gerbi und Allan C. Spradling: Mary-Lou Pardue (1933 to 2024): Investigating chromosomes and genomes by in situ hybridization. In: PNAS. Band 121, Nr. 42, 2024, e2416551121, doi:10.1073/pnas.2416551121.
Weblinks
- Mary-Lou Pardue, Professor Emerita beim Massachusetts Institute of Technology (mit.edu)
- Profil beim MIT Industrial Liaison Program (ilp.mit.edu)
- Mary-Lou Pardue bei prabook.com
- Informationen zu und akademischer Stammbaum von Mary Lou Pardue bei academictree.org