Mathilde Möller

deutsche Pädagogin From Wikipedia, the free encyclopedia

Mathilde Möller (* 20. Januar 1867 in Altona; † 9. Februar 1925 in Hamburg) war eine deutsche Pädagogin, die die Bewegungsspiele für Mädchen initiiert hat.

Mathilde Möller (um 1910)

Leben

Mathilde Möller wurde am 20. Januar 1867 in Altona geboren. Sie arbeitete als Lehrerin an der Volksschule für Mädchen Lutterothstraße in Eimsbüttel und initiierte als erste Lehrkraft die Bewegungsspiele für Mädchen. Mit ihren Schülerinnen zog sie Anfang der 1890er Jahre in den Sternschanzenpark. Dort unterrichtete sie die Mädchen im Schlag- und Wurfball. Dies war zu der Zeit nicht unproblematisch. Weder von den Eltern, noch von ihren Kolleginnen und Kollegen erhielt sie Unterstützung bei diesen sportlichen Betätigungen. Sportliche Betätigungen in dieser Form waren für Jungen akzeptiert, jedoch hielt man Mädchen nicht dazu geeignet. Mathilde Möller war jedoch der Meinung, dass Mädchen diese Übungen zu ihrer Ertüchtigung viel nötiger als Jungen hätten und ließ sich in ihrer Einstellung nicht beirren.[1]

Die Proteste gegen ihre Bemühungen und die sportlichen Betätigungen der Mädchen führten dazu, dass die Polizei sie schützen musste, da Schuljungen ihre Stunden störten. Im Laufe der Jahre jedoch gelang es ihr, mit ihrem dazu gegründeten „Verein für Jugendspiele für Mädchen“ diesem neuen Gedanken in der Erziehung von Mädchen Verbreitung zu verschaffen. Sportliche Spiele sind heute auch dank Mathilde Möller für Mädchen und Frauen eine Selbstverständlichkeit.[1]

Mathilde Möller starb am 9. Februar 1925 in Hamburg. Ihr historischer Grabstein wurde in den Garten der Frauen aus dem Friedhof Ohlsdorf überführt[2] und sie wurde in Hamburg mit einem Frauenort geehrt.[1]

Einzelnachweise

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