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Max Rödelsheimer

deutsches NS-Opfer From Wikipedia, the free encyclopedia

Max Rödelsheimer (geboren 1. November 1884 in Baisingen; gestorben September 1942 im KZ Auschwitz) war ein deutscher Fotograf.

Judenboykott 1933 vor Rödelsheimers Geschäft

Leben

Max Rödelsheimer war ein Sohn des Schusters Simon Rödelsheimer und der aus Buttenhausen stammenden Charlotte Marx, die Familie war kinderreich. Im Jahr 1907 eröffnete er ein Fotoatelier in Horb. Er heiratete 1909 Sara Pappenheimer, sie hatten eine Tochter, die Ehe wurde 1915 geschieden, eine zweite Ehe blieb kinderlos. Im März 1911 eröffnete er eine Filiale in Haigerloch. Im März 1912 führte er Spielfilme im Horber Lindenhof vor. 1913 löste er sein Fotoatelier in Horb auf. Rödelsheimer war Soldat im Ersten Weltkrieg und zog dann nach Pforzheim, wo er am Schlossberg ein Fotofachgeschäft betrieb.

Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten war er von Boykottaufrufen betroffen und versuchte sich dagegen zu wehren, indem er sich am 1. April 1933 mit seinen Ordensdekorationen in das Schaufenster setzte[1]. Im Jahr 1936 wurde sein Geschäft arisiert. Im Jahr 1939 musste er in ein Judenhaus in der Pforzheimer Erbprinzenstraße 20 umziehen. In der Wagner-Bürkel-Abschiebeaktion wurde er 1940 nach Frankreich in das Camp de Gurs deportiert. Im August 1942 wurde er in das Sammellager Drancy verlegt und von dort in das KZ Auschwitz, wo er ermordet wurde.

Gedenken

Am 13. März 2008 wurde vor Rödelheimers Wohnhaus am Schloßberg 11 in Pforzheim ein Stolperstein des Künstlers Gunter Demnig verlegt.[2]

Commons: Max Rödelsheimer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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