Max Troendle
1931-1932 Konsularattaché in München, 1954-1957 ausserordentlicher Gesandter und 1957-1960 Botschafter in Tokio, 1961-1963 in Moskau, 1964-1969 in Köln
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Max Troendle (* 15. Januar 1905 in Basel; † 15. Juni 2004 in Bern; heimatberechtigt in Basel) war ein Schweizer Diplomat.
Werdegang
Troendle war der Sohn eines Ingenieurs und besuchte zunächst die Schule in Basel, dann die Mittelschule in Neuenburg und studierte anschliessend Rechtswissenschaft an den Universitäten Paris und Basel. In Basel promovierte er 1929 zum Doktor der Rechte und war dort auch kurze Zeit noch im Justizdienst tätig.
1931 trat Troendle in den Dienst des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten ein. Zunächst war er bis 1932 Attaché in München. Anschliessend war er von 1932 bis 1937 Mitarbeiter des Konsulats in Zagreb und von 1937 bis 1939 Legationssekretär in Warschau. 1940 wurde er kurzzeitig in Riga verwendet, bevor er von 1940 bis 1943 als Legationssekretär Handelsbeauftragter in Rom war. 1944 war er als Wirtschaftsdelegierter auf einer Sondermission in Italien. Im selben Jahr erfolgte seine Beförderung zum Legationsrat. 1945 trat er aus dem diplomatischen Auslandsdienst zur Handelsabteilung des Politischen Departements in Bern über und leitete bis 1954 als Delegierter für Handelsverträge vorwiegend die Wirtschaftsverhandlungen mit den osteuropäischen Staaten sowie mit Spanien. Ab 1949 war er Präsident der Kommission für Nationalisierungsentschädigungen. 1950 wurde ihm vom Bundesrat der Titel eines «Bevollmächtigten Ministers» verliehen.
Daraufhin war Troendle von 1954 bis 1957 Gesandter und von 1957 bis 1961 Botschafter in Tokio, von 1961 bis 1963 Botschafter in Moskau und von 1964 bis 1969 Botschafter in Deutschland mit Sitz in Köln. 1969 wurde er zum Generalbevollmächtigten der Schweiz für die Expo ’70 in Osaka ernannt. Zudem war er von 1969 bis 1975 Präsident der Prüfungskommission für die Zulassung zum diplomatischen Dienst und von 1969 bis 1977 Mitglied des Verwaltungsrats der Schweizerischen Rückversicherungs-Gesellschaft.
Troendle war ab 1938 mit Mira Rukavina verheiratet.
Literatur
- Max Troendle im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar).
Weblinks
- Philipp Hofstetter: Max Troendle. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Troendle, Max |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Diplomat |
| GEBURTSDATUM | 15. Januar 1905 |
| GEBURTSORT | Basel |
| STERBEDATUM | 15. Juni 2004 |
| STERBEORT | Bern |