Fritz Maxin
deutscher Politiker (DNVP), MdR
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Fritz Wilhelm Maxin (* 17. Juli 1885 in Wychrowitz bei Janowo, Kreis Neidenburg; † 5. März 1960 in Stade) war ein deutscher Politiker (DNVP).
Leben
Maxin wurde als Sohn eines selbständigen Landwirtes geboren.[1] Nach dem Besuch der Volksschule in Wychrowitz erlernte er den Beruf des Landwirtes. Danach übernahm er das Gut seines Vaters in Wychrowitz im Landkreis Neidenburg.[2] 1913 heiratete er. Als Mitglied des Ostpreußischen Lutherischen Gebetsvereins stellte Maxin sich in den Dienst der kirchlichen Laienbewegung der Gromadki.[3]
Nach dem Krieg trat Maxin in die Deutschnationale Volkspartei (DNVP) ein.[1] Nach einer Neuwahl im Wahlkreis 1 (Ostpreußen) am 20. Februar 1921 zog Maxin am 7. März des Jahres nachträglich in den ersten Reichstag der Weimarer Republik ein,[4] dem er bis zum Mai 1924 angehörte.[1]
In der zweiten Hälfte der Weimarer Republik war er Gemeinde- und Bezirksvorsteher und Mitglied im Kreisausschuss Neidenburg.[1][5][6]
Zunächst hegte er einige Zeit Sympathien für die NSDAP,[1] schon ab 1933 wurde ihm jedoch durch die Nationalsozialisten jegliche Öffentlichkeitsarbeit untersagt.[1][5] Ab 1934 schloss er sich der Bekennenden Kirche an und war dort als Laie Mitglied im Bruderrat.[2][7] Auf seinem Anwesen ließ er christliche Jugendfreizeiten abhalten,[3][8] und nachdem die kirchlichen Ortsgottesdienste in Wychrowitz aufgehört hatten, wurden sie zusammen mit den Kindergottesdiensten in sein Haus verlegt.[8] Er hatte u. a. Kontakt mit Hans Joachim Iwand, der pietistischen Gemeinschaft St. Chrischona (Pilgermission) und der Bahnauer Gemeinschaft um Pfarrer Friedrich Busch.[8] Dies trug ihm schließlich die permanente Beobachtung durch die Gestapo ein.[1][3]
1945 floh Maxin vor der vorrückenden Roten Armee aus Wychrowitz nach Westdeutschland.[1][2] In den 1950er Jahren schrieb er seine Erinnerungen nieder.[1][8]