Mékrou

Fluss in Benin, Burkina Faso und Niger From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Mékrou (Aussprache [meˈkʁuː]) ist ein Nebenfluss des Niger in den Staaten Benin, Burkina Faso und Niger.

Schnelle Fakten
Mékrou
Die Mékrou im Nationalpark W bei Point Triple

Die Mékrou im Nationalpark W bei Point Triple

Daten
Lage Westafrika
Benin Benin
Burkina Faso Burkina Faso
Niger Niger
Flusssystem Niger
Abfluss über Niger Golf von Guinea
Quelle in Benin südöstlich von Natitingou
Mündung im Departement Say in den Niger
12° 24′ 26″ N,  49′ 34″ O

Länge 410 km
Einzugsgebiet etwa 10.500 km²
Abfluss am Pegel Barou[1][2]
AEo: 10.500 km²
Lage: 15 km oberhalb der Mündung
MNQ 1961–1978
MQ 1961–1978
Mq 1961–1978
MHQ 1961–1978
HHQ (Max. Monat Ø)
0 l/s
30,1 m³/s
2,9 l/(s km²)
154 m³/s
349 m³/s
Die Niger–Zuflüsse aus Benin mit dem Mékrou (linke Mitte)

Die Niger–Zuflüsse aus Benin mit dem Mékrou (linke Mitte)

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Geographie

Die Mékrou entspringt in Benin südöstlich von Natitingou im Departement Atakora. Sie durchfließt Richtung Nordosten das Departement Alibori. Dann bildet sie die Staatsgrenze Benins zu Burkina Faso und schließlich zu Niger, wo sie in den Fluss Niger mündet. Dabei durchquert sie den transnationalen Nationalpark W.

Der Flussverlauf ist von häufigen Richtungswechseln gekennzeichnet. Die Mékrou durchschneidet eine Karstlandschaft und weist zuletzt eine durchschnittliche Breite von 25 Metern auf.[3] Ihr Einzugsgebiet beträgt etwa 10.500 km².

Hydrometrie

Der mittlere Abfluss der Mékrou liegt bei etwa 94 Millionen m³/Jahr. Er wurde an der hydrologischen Station bei Barou, kurz vor der Mündung, zwischen den Jahren 1961 und 1978 in m³/s gemessen.[1][2]

Durchflussmenge in m³/sMonat050100150200250300350JanMärMaiJulSepNovMinMittelMaxHydrograph: Monatlicher Abfluss

Geschichte

Das Tal der Mékrou war bereits im Acheuléen besiedelt. Hier wurden frühe Nachweise für Metallurgie gefunden.[3] Eiserne Stangen, Stichel und Ahlen als Ganzes und Fragmente davon – gehören zu den häufigsten Fundstücken.[4]

Ökologie

An der Mékrou wurden die Schlangenarten Puffotter (Bitis arietans), Weißlippen-Schlange (Crotaphopeltis hotamboeia) und Nördlicher Felsenpython (Python sebae) beobachtet.[5]

Literatur

  • Oumarou Amadou Idé: La question du fer dans la vallée de la Mékrou, Niger méridional. In: Sonja Magnavita, Lassina Koté, Peter Breunig, Oumarou Amadou Idé (Hrsg.): Crossroads / Carrefour Sahel. Cultural and technological developments in first millenium BC / AD West Africa / Développements culturels et téchnologigiques pendant le premier millénaire BD / AD dans l’Afrique de l’Ouest (= Journal of African Archaeology Monograph Series). Band 2. Africa Magna, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-937248-17-2, S. 157–166.

Einzelnachweise

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