Michaelthelphusa tuerkayi

Art der Krabben From Wikipedia, the free encyclopedia

Michaelthelphusa tuerkayi (benannt nach Michael Türkay) ist eine Art der Krabben und einziger Vertreter der Gattung Michaelthelphusa.[1] Die Süßwasserkrabbe ist im südlichen Amazonaszufluss Rio Tapajós zwischen Buburé und São Luiz do Tapajós in Brasilien beheimatet. Sie wurden an und unter freiliegenden Granitsteinen in flachen, langsam strömenden Bereichen nachgewiesen. Weibchen betreiben Brutpflege, sie tragen die Jungkrabben in der Sternoabdominalhöhle.[2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name der Gattung ...
Michaelthelphusa tuerkayi
Systematik
Teilordnung: Krabben (Brachyura)
Überfamilie: Pseudothelphusoidea
Familie: Pseudothelphusidae
Unterfamilie: Kingsleyinae
Gattung: Michaelthelphusa
Art: Michaelthelphusa tuerkayi
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Michaelthelphusa
Magalhães, 2017
Wissenschaftlicher Name der Art
Michaelthelphusa tuerkayi
Magalhães, 2017
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Merkmale

Michaelthelphusa hat die Merkmale der Kingsleyinae. Der Exopodit des dritten Maxillipeden ist stark reduziert und hat nur 17 % der Länge des Außenrands des Ischiums seines Endopoditen. Das erste Gonopodium hat randständige und seitliche Nähte, die im letzten Drittel des Stammes verschmelzen. In diesem Bereich ist es stark zur Seite eingedreht. Die Spitze ist quer erweitert. Die Apikalplatte ist niedrig, leicht eingedrückt und weist einen dornartigen Auswuchs auf, der den dornartigen Vorsprung des Mesialfortsatzes quer überlappt.[2]

Der Carapax von Michaelthelphusa tuerkayi ist bis zu 53,2 mm breit, 31,5 mm lang und elliptisch. Die Rückenseite ist glatt und flach. Die Regionen sind schlecht abgegrenzt. In der metagastrischen Region gibt es zwei, eng beieinanderliegende Magengrübchen. Die Halsrinnen sind flach, eng, nahezu gerade und erreichen nicht den vorderen Seitenrand. Die Hinterstirnlappen sind klein und unauffällig, ebenso die Medianrinne. Der Oberrand der Stirn ist glatt, leicht konvex und ohne mittige Kerbe. Der Unterrand ist kielartig, leicht gewunden und steht seitlich etwas weiter vor als der obere. Der obere Augenhöhlenrand trägt an der Außenseite winzige Papillen, der untere ist leistenartig. Der äußere Augenhöhlenwinkel ist niedrig und stumpf. Der vordere Seitenrand hat eine seichte Einziehung dicht hinter dem äußeren Augenhöhlenwinkel und ist im hinteren Bereich mit kleinen abgerundeten Zähnchen bewehrt. Der hintere Seitenrand ist glatt und hat eine deutliche Naht. Das Epistom ist schmal, sein Zahn dreieckig und nach unten gebogen. Im Bereich des Pterygostoms treten schmale, nahezu glatte und nur wenig Härchen tragende Gebiete entlang des Außenrands der Mundhöhle auf. Das Ischium des dritten Maxillipeden hat einen nahezu geraden Außen- und Innenrand. Der Rand des Merus ist breit angerundet, die Innenseite der Palpe ist mit kurzen Borsten bedeckt. Die Ausströmöffnung der Kiemenkammer ist weit, der Oberrand etwa rechteckig und glatt.[2]

Das rechte Scherenbein ist etwas größer als das linke. Der Oberrand des Merus ist mit einer Reihe niedriger Höcker bewehrt, der Innenrand mit einer Längsreihe flacher, abgerundeter Höcker. Die Finger der größeren Schere klaffen deutlich auseinander. Der feststehende Finger hat einen großen höckerartigen Zahn am Ursprung und kleinere Zähne im weiteren Verlauf. Der bewegliche Finger (Dactylus) ist deutlich bogenförmig und etwas länger als der Propodus. Die Schreitbeine sind schlank, die Dactyli kürzer als ihre Propodi und mit fünf Längsreihen spitzer Zähne besetzt. Alle Somiten des Pleons sind frei beweglich, die Seitenränder mit kurzen Borsten besetzt. Das Telson ist etwa dreieckig, mit kurzen Borsten besetzt und am Ende abgerundet.[2]

Einzelnachweise

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