Migori County

Verwaltungsbezirk in Kenia From Wikipedia, the free encyclopedia

Migori County (bis 2010 Migori District) ist ein County in Kenia. Die Countyhauptstadt ist Migori. 2019 lebten im County 1.116.436 Menschen auf 2586,4 km².[1] Mehr als die Hälfte der Einwohner lebten im Jahr 2007 unterhalb der Armutsgrenze.[2]

Schnelle Fakten
Migori County
Einwohner (Stand)
- Bevölkerungsdichte
1.116.436 (2019) [1]
432 Ew./km²
Fläche] 2.586,4 km²
Koordinaten  58′ S, 34° 25′ O
ISO 3166-2 KE-27
Schließen

Gliederung

Das Migori County unterteilt sich in acht Divisionen: Uriri, Rongo, Awendo, Nyatike, Karungu, Muhuru, Suba East und Suba West. Es gibt fünf Wahlbezirke: Rongo, Migori, Uriri, Nyatike und Kuria. Im Rahmen der Verfassung von 2010 wurden die Distrikte Kuria East, Kuria West, Migori und Rongo unter der neuen Bezeichnung Migori County vereinigt.[3]

Wirtschaft

Die meisten Menschen im Migori County leben von der Landwirtschaft. Es werden hauptsächlich Mais, Zuckerrohr, Cassava und Tabak angebaut. Der an den County grenzende Victoriasee ermöglicht Fischfang und Fischverarbeitung.[4.1] Im Migori County befinden sich auch Gold- und Kupfer­minen.[5][6]

Politik

Gouverneure

Das Migori County existiert in seiner heutigen Form seit 2013. Seitdem hatte es zwei Gouverneure:

  • 2013–2022: Okoth Obado (People’s Democratic Party, ab 2017 parteilos)
  • seit 2022: Ochilo Ayacko (Orange Democratic Movement)

Bildung

Das Migori County verfügte 2005 über 410 Primary Schools und 44 Secondary Schools. Die Einschulungsrate lag bei 91 %.[4.2]

Gesundheitswesen

Das County verfügt über fünf Krankenhäuser und sechs Gesundheitszentren. Auf einen Arzt kommen 52.200 Patienten. Es werden hauptsächlich Malaria, Atemwegsinfektionen und Durchfallerkrankungen behandelt. Die HIV-Prävalenz ist mit ungefähr 30 % eine der höchsten in der Provinz Nyanza. In den Krankenhäusern im County sind im Durchschnitt 60 % der Patienten HIV-positiv bzw. an Aids erkrankt. 1999 starben in den Krankenhäusern monatlich im Durchschnitt 36 Menschen, im Jahr 2000 48 Menschen und 2005 über 60 Menschen an HIV/Aids-assoziierten Erkrankungen. Die Säuglingssterblichkeit lag 2000 bei 13,7 %, 21,3 % der Kinder sterben vor ihrem 5. Geburtstag.[4.3]

Sehenswürdigkeiten

Die archäologische Fundstätte Thimlich Ohinga wurde 2018 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.[7]

Commons: Migori County – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Open Institute: Migori County. Datenportal von Kenia, auf www.opencounty.org (englisch)

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI