Semiquadratsäure

organische Verbindung, starke Säure, Mykotoxin From Wikipedia, the free encyclopedia

Semiquadratsäure, auch Moniliformin genannt, ist, wie die verwandte Quadratsäure, ein Abkömmling des Cyclobutens.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Struktur der Semiquadratsäure
Allgemeines
Name Semiquadratsäure
Andere Namen
  • 3-Hydroxycyclobut-3-en-1,2-dion (IUPAC)
  • Moniliformin
Summenformel C4H2O3
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 40452
ChemSpider 36957
Wikidata Q904389
Eigenschaften
Molare Masse 98,06 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt
  • 158 °C[1]
  • >320 °C (Natrium- und Kaliumsalz)[1]
pKS-Wert

0,88[1]

Löslichkeit

Zersetzung in Wasser und Methanol[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Toxikologische Daten

41 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[3]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Moniliformin ist ein Sekundärmetabolit aus Fusarium moniliforme (Gibberella fujikuroi), Fusarium fusarioides und Fusarium sporotrichioides (Obst- und Maisschimmelarten). In der Natur kommt es als Kalium- oder Natriumsalz vor.[1]

Chemische Eigenschaften

Die Semiquadratsäure ist die stärkste in der Natur vorkommende organische Säure (pKs = 0,88[1]), die nur aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff besteht.


Nach Abspaltung eines Protons ist das Anion der Semiquadratsäure mesomeriestabilisiert.

Physiologische Wirkung

Moniliformin ist ein Mykotoxin und zeigt gegenüber Pflanzen toxische und wachstumsregulierende Eigenschaften. Die Wirkung beruht auf einer Störung der Pyruvat- und α-Ketoglutaratoxidation des Citratzyklus in den Mitochondrien. Eine umfangreiche Zusammenstellung zum Vorkommen und zu den toxischen Wirkungen von Moniliformin wurde im Auftrag der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA erstellt.[4]

Einzelnachweise

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