Roosevelt-Muntjak

Art der Gattung Muntjaks (Muntiacus) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Roosevelt-Muntjak (Muntiacus rooseveltorum) ist eine nur wenig erforschte Hirschart aus der Gattung der Muntjaks, die im nördlichen Laos, im angrenzenden Vietnam und eventuell auch im angrenzenden China vorkommt.

Das Verbreitungsgebiet des Roosevelt-Muntjaks
Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Roosevelt-Muntjak
Systematik
ohne Rang: Stirnwaffenträger (Pecora)
Familie: Hirsche (Cervidae)
Unterfamilie: Cervinae
Tribus: Muntjakhirsche (Muntiacini)
Gattung: Muntjaks (Muntiacus)
Art: Roosevelt-Muntjak
Wissenschaftlicher Name
Muntiacus rooseveltorum
Osgood, 1932
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Merkmale

Der Roosevelt-Muntjak ist eine kleine Muntjakart, die eine Schulterhöhe von ca. 40 Zentimeter erreicht. Genaue Daten zu den spezifischen Körpermaßen fehlen. Die Rosenstöcke erreichen nur rund vier Zentimeter Länge und das unverzweigte Geweih ist nur etwa zwei Zentimeter hoch. Das Fell ist dunkelbraun bis schwarz. Auf der Stirn befindet sich ein orange-braun gefärbter Haarbüschel. Gesicht und Kehle sind teilweise ockerfarben gefärbt. Der Schwanz ist auf der Oberseite braun. Die Weibchen besitzen gut entwickelte untere Eckzähne.[1]

Lebensraum und Lebensweise

Der Roosevelt-Muntjak lebt im nördlichen Laos, im angrenzenden Vietnam[2] und möglicherweise auch im angrenzenden China und kommt dort allem in immergrünen Bergwälder oberhalb einer Höhe von 1000 Metern über dem Meeresspiegel vor. Die kleine Hirschart ernährt sich als „Selektierer“ von verschiedenen Pflanzenteilen und von Früchten. Weder zur Ernährung noch zu den Aktivitätsmustern oder dem Fortpflanzungsverhalten sind nähere Informationen vorhanden.[1]

Systematik

Die kleine Muntjakart wurde 1929 auf einer vom Field Museum of Natural History in Chicago finanzierten Südostasienexpedition entdeckt, 1932 durch den US-amerikanischen Zoologen Wilfred Hudson Osgood erstmals wissenschaftlich beschrieben und zu Ehren von Kermit und Theodore Roosevelt Jr. benannt, die die Expedition organisiert und geleitet haben.[3] Die Eigenständigkeit der Art wurde 60 Jahre lang kontrovers diskutiert und 1990 synonymisierten die Mammalogen Colin Groves und Peter Grubb den Roosevelt-Muntjak mit dem Tenasserim-Muntjaks (Muntiacus feae).[4] Später vorgenommene genetische Untersuchungen am Holotyp konnten jedoch die Eigenständigkeit der Art bestätigen.[5][6][2] Die nächsten Verwandten des Roosevelt-Muntjaks sind der Annam-Muntjak (Muntiacus truongsonensis), der Burma-Muntjak (M. putaoensis) und der Riesenmuntjak (M. vuquangensis).[7]

Gefährdung

Die IUCN macht kann zu einer möglichen Gefährdung des Roosevelt-Muntjaks keine Angaben machen, da zu wenig Daten vorhanden sind. Die Art ist wahrscheinlich vor allem durch die illegale Jagd bedroht.[8]

Einzelnachweise

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