Musger Mg I

Segelflugzeug des österreichischen Konstrukteurs und Fliegers Erwin Musger From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Musger Mg I St. Pölten war das erste Segelflugzeug des österreichischen Konstrukteurs und Fliegers Erwin Musger. Es wurde Anfang der 1930er Jahre als Einzelexemplar projektiert und gebaut.

Schnelle Fakten
Musger Mg I
f2
TypLeistungssegelflugzeug
Entwurfsland

Osterreich Österreich

Hersteller Segelflugverein St. Pölten-Herzogenburg
Erstflug 23. Oktober 1932
Indienststellung 1932
Produktionszeit

1930–1932

Stückzahl 1
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Entwicklung

Während seiner Konstrukteurstätigkeit bei dem Unternehmen J. M. Voith in St. Pölten erlernte Erwin Musger beim im benachbarten Herzogenburg ansässigen Segelflugverein „Kölbling“ im Jahr 1930 das Fliegen. Im gleichen Jahr begann er mit den Entwürfen zur Mg I. 1932 war der Bau vollendet und am 23. Oktober führte Musger den Erstflug durch. Die Taufe auf den Namen „St. Pölten“ fand am 9. April 1933 statt. Bei einem am gleichen Tag durchgeführten Flug am Hohen Kölbling wurde der Segler bei einer Bruchlandung beschädigt, aber wieder aufgebaut, wobei die vorher zwischen Vorder- und Hinterholm stoffbespannten Tragflächen eine Holzbeplankung erhielten und das als Pendelruder ausgelegte Höhenleitwerk durch ein herkömmliches mit Flossen und Rudern ersetzt wurde. So modernisiert flog das nun als Mg II bezeichnete Muster am 12. November des Jahres erstmals. Der Verein nutzte es im Anschluss einige Zeit, bis am 2. April 1934 bei einem erneuten Unfall der Rumpf zerbrach. Danach wurde das Flugzeug nicht wieder aufgebaut; allerdings wurden die noch intakten Tragflächen für die Nachfolgekonstruktion Mg IV „Pechvogel“ verwandt.

Konstruktion

Die Mg I ist eine freitragende Schulterdecker-Holzkonstruktion mit ovalem Rumpfquerschnitt und Sperrholzbeplankung. Die offene Führerkabine befindet sich vor der Flügelvorderkante. Die Tragflächen besitzen einen spitz zulaufenden Grundriss mit leichtem Knick und Querrudern bis etwa zur Hälfte der Spannweite. Das Höhenleitwerk ist ebenfalls freitragend und wurde anfangs als Pendelruder, später mit starrer Flosse und gedämpftem Ruder ausgelegt. Das Seitenleitwerk besitzt eine steil ansteigende Flosse mit geringer Fläche und ausladendem Seitenruder mit Hornausgleich. Als Fahrwerk dient eine Landekufe sowie ein kleiner Hecksporn.

Technische Daten

Weitere Informationen Kenngröße, Daten (Mg I) ...
KenngrößeDaten (Mg I)Daten (Mg II)
Besatzung1
Spannweite18,00 m17,25 m
Länge7,10 m
Höhe1,95 m
Flügelfläche16,5 m²15,8 m²
Flügelstreckung19,618,8
Leermasse152 kg
max. Startmasse232 kg
Geschwindigkeit60 km/h
Gleitzahl26
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Literatur

  • Reinhard Keimel: Luftfahrzeugbau in Österreich. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Aviatic, Oberhaching 2003, ISBN 3-925505-78-4, S. 115/116.

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