Crampussyndrom
Krankheit
From Wikipedia, the free encyclopedia
Das Crampussyndrom oder Muskelkrampf-Muskelschmerz-und-Faszikulationen-Syndrom ist eine seltene Erkrankung mit den namensgebenden Hauptmerkmalen Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen und Faszikulationen. Meist bestehen heftige Muskelkrämpfe und Zuckungen bei ansonsten gesunden Menschen.[1]
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| R25.3 | Faszikulation |
| M79.1 | Myalgie |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Die Krankheit wird zu den Hyperexzitabilitätssyndromen der peripheren Nerven gezählt und gilt als deren mildeste Form.[2]
Synonyme sind: Crampus-Faszikulations-Syndrom; Faszikulations-Myalgie-Syndrom; Krampf-Faszikulations-Syndrom; benignes Faszikulations-Crampus-Syndrom u. a.
Die Bezeichnung wurde durch die Autoren der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1991 durch den Neurologen A. J. Tahmoush und Mitarbeiter geprägt.[3]
Klinische Erscheinungen
Das Crampussyndrom zeigt vor allem plötzlich auftretende Krämpfe in umschriebenen Muskelgruppen.[4] Klinische Kriterien sind:[1]
- Schmerzhafte Muskelkrämpfe, häufig in Ober- und Unterschenkel
- Auslösend kann körperliche Aktivität sein
- Muskeldehnung und/oder Massage kann lindernd wirken.
Eine Beteiligung verschiedenster Muskelgruppen ist möglich.[5]
Es besteht ein gehäuftes Vorkommen von[1]
Therapie
Eine Behandlung mit Carbamazepin, Gabapentin, Lamotrigin oder Pregabalin hat in Einzelfällen hilfreich gewirkt.[1] Auch eine im Augenblick des Krampfes durchgeführte Dehnung und Massage kann zur Entspannung führen.[6]
Literatur
- T. Liewluck, C. J. Klein, L. K. Jones: Cramp-fasciculation syndrome in patients with and without neural autoantibodies. In: Muscle & nerve, März 2014, Band 49, Nr. 3, S. 351–356; doi:10.1002/mus.23935, PMID 23836298.
Weblinks
- Crampussyndrom. Spektrum.de