Nachti

Musikfestival für Techno und House From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Nachti ist ein Musikfestival für Techno, House und Electronica, welches seit 1998 auf dem Gelände des Schullandheims Olganitz durchgeführt wird. Bis 2019 wurde es unter den Namen Nachtdigital veranstaltet, nach einer Pause wurde es 2022 unter dem Namen Escape to Olganitz neu aufgelegt und wird seit 2023 unter dem Namen Nachti biennal veranstaltet. Mit dem Nachtiville wurde 2015, 2023 und 2024 ein Ableger im Winter veranstaltet.

Schnelle Fakten Nachtdigital, Allgemeine Informationen ...
Nachtdigital
Nachtdigital 2007
Nachtdigital 2007
Allgemeine Informationen
Ort Olganitz
Genre Techno, House, Electronica
Veranstalter Nachtdigital GmbH
Website http://www.nachtdigital.de/
Besucherzahlen
2007–2019 3000 (Nachtdigital)
2022 2000 (Escape to Olganitz)
2023 3000 (Nachtiville)
2023–2025 3000 (Nachti)
Veranstaltungsorte des Nachtiville
2015 Zeewolde
2023–2024 Weißenhäuser Strand
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Nachtdigital 2014

Geschichte

Clara Moto auf dem Nachtdigital 2014
Robag Wruhme auf dem Nachtdigital 2014

Benannt nach der Nachtigall[1] wurde das Festival unter den Namen Nachtdigital durch eine rund 20-köpfige Crew geplant und mit etwa 200 Helfern im August 1998 erstmalig durchgeführt. In den Anfangsjahren gab es nur Tagestickets und das Festival war so in den Besucherzahlen stark wetterabhängig. 2005 blieben aufgrund Regen die Besucher fern und durch finanzielle Probleme drohte das Aus. Für 2006 nahm man einen Kredit auf und änderte das Konzept, unter dem Motto „Nummer 9 lebt!“ wurde es zu einem Erfolg mit einem vollen Festivalgelände.[1] Ab 2007 wurde das Festival auf etwa 3000 Besucher begrenzt[2] und sollte so familiär gehalten werden.

Das Nachtdigital war in den Folgejahren in der Szene äußerst beliebt, so waren 2013 die Tickets innerhalb von 2 Stunden ausverkauft.[3] Betrug 2010 die Zeit bis zum Ausverkauf noch 6 Tage,[4] waren es 2011 nur noch 6 Stunden.[5] 2015 war das Festival bereits nach nur 2 Minuten ausverkauft.[6] In der jüngeren Geschichte des Festivals waren die Tickets jedoch nicht mehr so rasant vergriffen und im Jahr 2018 nach einigen Jahren nicht komplett ausverkauft.[7]

Die 2014 erschienene Dokumentation Escape To Olganitz begleitete die 2011er Ausgabe von Dezember 2010 bis Ende August 2011 und wurde auf dem Trieste Film Festival 2015 gezeigt.[8]

In der Geschichte des Festivals sind unter anderem DJs und Künstler wie Clara Moto, Move D, DJ Koze, Ricardo Villalobos, Dixon, James Holden, Michael Mayer, Mathias Kaden, Stephan Bodzin, Die Vögel oder Brandt Brauer Frick aufgetreten, prägend haben Daniel Stefanik und Manamana sowie als Booker Steffen Bennemann[9] das Festival beeinflusst.

Zum 20-jährigen Bestehen des Festivals ging die Nachtdigital-Crew 2017 auf eine Jubiläumstour durch Leipzig, Berlin, Hamburg, Rotterdam und Amsterdam.[10]

Das Festival hat unter den Namen Nachtdigital im August 2019 das letzte Mal stattgefunden.[11][12] Ende Juli 2022 wurde das Festival von der Nachtdigital Crew unter dem Namen Escape to Olganitz neu aufgelegt und war mit 2000 Besuchern ausverkauft,[13][14] seit August 2023 wird es unter dem Namen Nachti fortgeführt[15] und aller zwei Jahre[16] mit höchstens 3000 Besuchern[17][18] veranstaltet.

Nachtiville

Im November 2015 wurde ein Schwesterfestival namens Nachtiville im Wasserpark De Eemhof im niederländischen Zeewolde durchgeführt,[19] eine Fortführung scheiterte an einer Absage durch die Location.[10] Ab 2021 sollte das Nachtiville in Weißenhäuser Strand neu aufgelegt werden und wurde[20] nach zweimaligen Verschieben aufgrund der COVID-19-Pandemie[21] im Januar 2023 mit 3000 Besuchern durchgeführt.[22] Nach einer Wiederholung im Januar 2024 mit 60 % Kapazitätsauslastung[23] wurde die 2025er Ausgabe aufgrund ungenügender Ticketverkäufe abgesagt.[24] Die letzten beiden Ausgaben wurden in dem Wasserpark Subtropisches Badeparadies auf 6 Indoor-Floors veranstaltet.[25]

Veröffentlichungen (Auswahl)

Die Nachtdigital-Crew betreibt ein eigenes Label. Darüber veröffentlicht wurde unter anderem:

  • 2012: Robag WruhmeOlgamikks (Mix-CD)
  • 2013: Metaboman and Large M / BarntNachti Color
  • 2014: Escape To Olganitz (Dokumentarfilm von Nois Films)
  • Christian Rothe: Zum Bungalowdorf 1 – A Nachtdigital book. Nachtdigital, Dahlen 2021, ISBN 978-3-00-070968-5.
Commons: Nachtdigital – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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