Nathan Gurdus

polnisch-israelischer Journalist From Wikipedia, the free encyclopedia

Nathan Gurdus (hebräisch נתן גורדוס; geboren 10. Oktober 1909 in Warschau, Russisches Kaiserreich; gestorben 23. Oktober 1972 in Tel Aviv-Jaffa) war ein polnisch-israelischer Journalist.

Leben

Nathan Gurdus war ein Sohn des Lederwarenhändlers Isser Gurdus und der Esther Nikelburg, er hatte fünf Geschwister, vier Mitglieder der Familie wurden Opfer des Holocaust.

Gurdus besuchte die höhere Schule in Kopenhagen und arbeitete ab 1925 als Pressekorrespondent und als Radiokorrespondent in Kopenhagen und in Berlin. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten wurde er 1934 aus dem Deutschen Reich ausgewiesen und ging nach Warschau. Er wurde politischer Auslandskorrespondent für die britische Zeitung Daily Express und war für eine Zeit auch in Moskau tätig. Gurdus heiratete 1938 Irene Nachtmann, der 1944 geborene Sohn Michael Gurdus wurde ebenfalls Journalist. Sie flohen 1939 nach Rumänien und gelangten nach Palästina.

Er arbeitete als Hörfunkspezialist für die jüdischen Untergrundorganisationen Hagana, Irgun Zwai Leumi und Lechi. Er schrieb für die Zeitungen Haaretz und Jedi’ot Acharonot. Nach der Staatsgründung Israels arbeitete er als Nahost-Korrespondent für Agence France-Presse.

Gurdus erhielt die Freiheitsmedaille Christian X. und den Ordine della Stella della Solidarietà Italiana.

Schriften (Auswahl)

  • Das Ausland schaltet ab, in: Die Weltbühne, 22. November 1932, S. 760

Literatur

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