Nationalitätenrestaurant

Restaurant mit ausländischen Speisen in der DDR From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Begriff Nationalitätenrestaurant beschrieb in der DDR ein Restaurant mit ausländischen Speisen. Dies stellte eine Besonderheit dar, da es sonst kaum Restaurants mit ausländischer Küche gab. In den Restaurants sollte durch eine ländertypische Küche und verschiedene Veranstaltungen den Gästen ein Einblick in die kulinarischen und kulturellen Bräuche der jeweiligen Länder geboten werden. Die Nationalitätengaststätten erfreuten sich großer Beliebtheit und zählten mit ihrem außergewöhnlichen Speisenangebot zu den besten Adressen in der Gastronomie der DDR. Die Preise in den Gaststätten waren in der Regel in der Sonder-Preisstufe „S“ angesiedelt, der höchsten in der DDR vergebenen Preiskategorie.

Restaurant Moskau, Gesamtansicht, 1964
Café Warschau im Block D-Nord der Stalinallee (heute: Karl-Marx-Allee), 1953
Restaurant Bukarest , Frankfurter Allee, 1969

Fast alle Restaurants wurden nach der politischen Wende geschlossen.

Liste der Nationalitätenrestaurants

Die volkseigene Handelsorganisation der HO (in Berlin: VEB HO Gaststätten Berlin) betrieb seit den 1950er Jahren in Berlin sieben Nationalitätenrestaurants mit einem Speise- und Kulturangebot aus den sozialistischen Staaten:

  • ungarisches Restaurant Budapest, Karl-Marx-Allee 91, 1953 eröffnet[1]
  • Café Moskau, Karl-Marx-Allee 34, 1964 eröffnet, als einziges Haus unter altem Namen weitergeführt
  • tschechisches Restaurant Praha, Leipziger Straße 48, 1978 eröffnet[7]

Darüber hinaus bestanden in Berlin:

  • französisches Restaurant Rôti d'or, Karl-Liebknecht-Straße 5 im Palasthotel, 1979 eröffnet (nur gegen Valutawährung zugänglich)

Leipzig

  • japanisches Restaurant Sakura im ehemaligen Interhotel Merkur

Potsdam:

  • belarussisches Restaurant Minsk

Suhl:

  • japanisches Restaurant Waffenschmied

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI