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Naumann (Adelsgeschlecht)

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Naumann ist der Name eines sächsischen Adelsgeschlechts, dessen Angehörige seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar sind.

Wappen derer von Naumann (1901) im Österreichischen Staatsarchiv

Geschichte

Die Familie von Naumann erscheint im 16. Jahrhundert im Umfeld kursächsischer und pommerscher Verwaltung. Wenzel von Naumann, Doktor beider Rechte und Kanzler der Herzöge von Pommern, wurde gemeinsam mit seinem Bruder Franz von Naumann auf dem Reichstag zu Regensburg im Jahr 1532 von Kaiser Karl V. in den Adelsstand des Heiligen Römischen Reiches erhoben. Die Erhebung erfolgte unter Bestätigung des geführten Wappens und unter Einschluss der ehelichen Nachkommen.

Im 18. Jahrhundert wurde der Reichsadelsstand durch Kaiser Karl VI. erneuert. Am 7. März 1733 erhielt Johann Christoph von Naumann (1664–1742) für sich und seine ehelichen Nachkommen die kaiserliche Bestätigung des Adelstitels unter Beibehaltung des Wappens.

Sein älterer Sohn ist Johann Christoph von Naumann (1693–nach 1736), sächsisch-polnischer Ingenieuroffizier und Festungsbaumeister. Nach seinem Eintritt als Ingenieur-Leutnant im Jahr 1715 nahm er an der Belagerung von Stralsund teil. 1722 wirkte er unter der Leitung seines Vaters am Bau von Schloss Hubertusburg mit. 1727 wurde er zum Capitain befördert. Eine diplomatische Mission führte ihn 1728 nach Wien. Während des Polnischen Thronfolgekrieges 1733–1734 verteidigte er als Platz-Ingenieur die Stadt Krakau gegen die Konföderierten.

Der jüngere Sohn Franz Rudolph von Naumann (1703–nach 1736) war königlich-polnischer und kurfürstlich-sächsischer Capitain. 1732 wurde er Capitain der Leib-Compagnie. Während des Polnischen Thronfolgekrieges führte er 1733–1734 eine Grenadier-Compagnie, beteiligte sich an der Belagerung von Danzig und war Kommandant der Westerplatte. Er heiratete in zweiter Ehe Maria von Ende.

Der Sohn zweiter Ehe Franz Heinrich von Naumann (1749–1795) war Ingenieuroffizier und Vedutenmaler.

Dessen Tochter Maria von Naumann (1787–1873), geboren in Seekirchen am Wallersee, heiratete den Salzburger Maler Sebastian Stief (1811–1889). Deren Enkel ist Viktor Keldorfer (1873–1959), österreichischer Chordirigent und Komponist. Deren Urenkel ist Robert Keldorfer (1901–1980), österreichischer Komponist, Pianist und Dirigent.

Wappen

Blasonierung: Schräglinks von Rot und Schwarz geteilt; oben ein geharnischter silberner, blau angelaufener Arm mit goldenem Gelenk, in der bloßen Hand ein gestürztes silbernes Schwert mit goldenem Griff haltend; auf der Teilungslinie ein schräglinks liegender grüner Ast mit aufwärts sprießendem dreiblättrigem Zweig. Auf dem vorwärtsgekehrten, blau angelaufenen, rot gefütterten Helm mit rechts rot-silbernen und links schwarz-silbernen Helmdecken zwischen zwei offenen Adlerflügeln – rechts schwarz über silbern, links silbern über rot – ein wachsender geharnischter Mann mit roter Schärpe und mit drei roten Federn gezierter Beckelhaube, in der Rechten ein gestürztes silbernes Schwert haltend, die Linke mit abwärts gerichteter goldener Pfeilspitze in die Seite gestützt.

Literatur

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