Neuenhagen (Bad Freienwalde (Oder))

Ortsteil von Bad Freienwalde From Wikipedia, the free encyclopedia

Neuenhagen ist ein Dorf auf der Insel Neuenhagen im Landkreis Märkisch-Oderland. Seit der Eingemeindung im Jahr 2003 ist Neuenhagen ein Ortsteil von Bad Freienwalde (Oder).[2]

Schnelle Fakten Stadt Bad Freienwalde (Oder) ...
Neuenhagen
Koordinaten: 52° 50′ N, 14° 3′ O
Höhe: 15 m ü. NN
Einwohner: 806 (31. Dez. 2022)[1]
Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 16259
Vorwahl: 033369
Schließen
Wappen Neuenhagen

Lage

Im nördlichen Oderbruch gelegen, am Rande des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin, liegt Neuenhagen zusammen mit vier anderen Ortsteilen – Schiffmühle, Bralitz, Hohenwutzen und Altglietzen – auf einer Insel umschlossen von der Alten Oder und der Neuen Oder. Durch die Trockenlegung des Oderbruchs und den Durchstich der Neuen Oder ist Neuenhagen 1753 zur Insel geworden. Der Haltepunkt Neuenhagen (Neum) lag an der Bahnstrecke Freienwalde–Zehden.

Geschichte

Kirche von Neuenhagen

Archäologische Funde lassen auf ältere Besiedlung schließen, denn hier herrscht ein ziemlich trockenes und demzufolge siedlungsgünstiges Klima.

Festes Haus

Neuenhagen wurde 1337 erstmals urkundlich erwähnt, was aus einer Eintragung der Erhebung der Landsteuer im Neumarker Landbuch hervorging. Das Besitztum Neuenhagen, welches Nicolaus Witte gehörte, ging 1350 an die Ritterfamilie von Mörner. Um 1480 wohnten Caspar von Uchtenhagen und sein Neffe Matthias in Neuenhagen. 1575 wurde durch Werner von Uchtenhagen das Feste Haus in Neuenhagen erbaut. 1604 endete die Herrschaft der Uchtenhagens, das Besitztum ging an den Kurfürsten über. 1618 wurde das Amt Neuenhagen geschaffen, welches bis 1872 Bestand hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Neuenhagen, welches bis dahin Teil des neumärkischen Kreises Königsberg war, Teil des mittelmärkischen Landkreises Bad Freienwalde (Oder). Im Dezember 1993 ging der Landkreis in den Großkreis Märkisch-Oderland über.

Am 26. Oktober 2003 wurde Neuenhagen nach Bad Freienwalde (Oder) eingemeindet.[3]

Bevölkerung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
18751.167
18901.405
19101.760
19251.644
19331.693
19391.704
Jahr Einwohner
19461.457
19501.596
19641.366
19711.310
19811.143
19851.106
Jahr Einwohner
19891.091
19901.078
19911.055
19921.030
19931.028
19940.932
Jahr Einwohner
19951.027
19961.050
19971.057
19981.054
19991.046
20001.027
Jahr Einwohner
20011.006
20020.963
20110.836
20170.806
Schließen

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[4]

Am 30. Juni 2011 hatte Neuenhagen 836 Einwohner.[5]

Baudenkmale

In Neuenhagen befinden sich vier Baudenkmale:

  • Frühstücksstein: Der Gedenkstein liegt an der Bundesstraße 158 südlich von Neuenhagen in Richtung Altglietzen. Er erinnert an ein Frühstück, welches Friedrich Wilhelm IV. hier einnahm. Die Inschrift lautet: „Frühstücks-Platz / Sr. Majestät / des Königs / Friedrich Wilhelm IV. / am 23. Januar / 1841“.
  • Hoffmannscher Ringofen, Ziegelei „Regina“: Der Ringofen befindet sich in der Straße Freienwalder Ausbau 2–4, nördlich der Straße Bad Freienwalde – Altglietzen. Wahrscheinlich wurde der Ringofen um 1880 errichtet. Es ist ein Ziegelbrennofen nach Hoffmannscher Art. Der Ofen hat einen geschlossenen Brennkanal, der aus 20 Kammern besteht. Zu dem Ziegelofen gehört ein etwa 40 Meter hoher Schornstein.
  • Kirchhof mit Dorfkirche, Nebengebäude (Kohlenschuppen/Abort) und Einfriedung: Die Kirche wurde am 24. Oktober 1902 eingeweiht. Sie wurde im Stil des Historismus errichtet, es finden sich aber auch romanische und gotische Elemente. Die Ausstattung im Inneren stammt aus der Bauzeit.
  • Festes Haus (Amtshaus): Das Haus wurde um das Jahr 1575 von der Familie Uchtenhagen an Stelle eines älteren Hauses erbaut. Mit Ende der Herrschaft der Uchtenhagen ging das Haus in den Besitz des Landesherren über. Es wurde als Amtshaus der neu gegründeten Domäne genutzt. Das Amtshaus ist somit das älteste erhaltene profane Bauwerk im nördlichen Oderbruch.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Ilona Rohowski, Ingetraud Senst: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1: Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Niederoderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2006, ISBN 3-88462-230-7, S. 329–335.
  • Ulrich Pfeil: Das Feste Haus Neuenhagen (= Schlösser und Gärten der Mark, H. 120). Hrsg. Sibylle Badstübner-Gröger, Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark. Berlin 2010.
Commons: Neuenhagen in der Neumark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI