Nitronaphthaline

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Die Nitronaphthaline sind chemische Verbindungen aus der Gruppe der aromatischen Nitroverbindungen. Sie bestehen aus einem Naphthalingerüst mit einer Nitrogruppe (–NO2) als Substituenten. Durch deren unterschiedliche Anordnung ergeben sich zwei Konstitutionsisomere mit der Summenformel C10H7NO2.

Vertreter

Nitronaphthaline
Name 1-Nitronaphthalin2-Nitronaphthalin
Andere Namen α-Nitronaphthalinβ-Nitronaphthalin
Strukturformel
CAS-Nummer 86-57-7581-89-5
PubChem 684911392
Summenformel C10H7NO2
Molare Masse 173,17 g·mol−1
Kurzbeschreibung gelbe, aromatisch riechende Kristalle[1] farblose bis gelbe Kristalle[2]
Aggregatzustand fest[1][2]
Dichte 1,31 g·cm−3[1]
Schmelzpunkt 60 °C[1] 79 °C[2]
Siedepunkt 304 °C[1] 304 °C[2]
Löslichkeit 20 mg·l−1 (20 °C) in Wasser[1] 22 mg·l−1 in Wasser[2]
GHS-
Kennzeichnung
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol
Achtung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol
Gefahr[2]
H- und P-Sätze 228302411 228350411
keine EUH-Sätze keine EUH-Sätze
210273301+312264240241[1] 201210273308+313[2]
Toxikologische Daten 5,94 mg·kg−1 (LC50, Fisch, 96 h, Medianwert)[1] 4400 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[2]

Vorkommen

Die Nitronaphthaline kommen in geringer Konzentration in Dieselmotor-[3] und Industrieabgasen, sowie in Verbrennungsrückständen von Holz[4] (bei unvollständiger Verbrennung von organischem Material) vor.

Gewinnung und Darstellung

1-Nitronaphthalin wird durch Reaktion von Naphthalin mit Nitriersäure gewonnen, wobei als Nebenprodukt auch 2-Nitronaphthalin entsteht. Bei technischen Prozessen beträgt das Produktverhältnis > 95 % (1-Nitronaphthalin) zu < 4,5 % (2-Nitronaphthalin).[5]

Verwendung

Nitronaphthaline werden zur Herstellung von Naphthylaminen, Farbstoffen (speziell Azofarbstoffen) und Schädlingsbekämpfungsmitteln verwendet.

Sicherheitshinweise

Stäube der Nitronaphthaline können mit Luft explosionsfähige Gemische bilden. Es besteht der Verdacht, dass 1-Nitronaphthalin ein krebserzeugendes Potential besitzt; im Tierversuch ist 2-Nitronaphthalin schwach, aber eindeutig krebserzeugend.[6]

Siehe auch

  • 1,5-Dinitronaphthalin (C10H6N2O4, CAS-Nummer: 605-71-0)
  • 1,8-Dinitronaphthalin (C10H6N2O4, CAS-Nummer: 602-38-0)

Einzelnachweise

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