Nonnenkopf

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Der Nonnenkopf ist eine bestimmte Form bzw. Gestaltung des Maßwerkes von Bauteilen aus Naturstein der Gotik innerhalb eines Spitzbogenfensters bzw. eines Frieses.

Maßwerk mit drei Nonnenköpfen eines Spitzbogenfensters im Kreuzgang des früheren Barfüßerklosters in Zürich
Nonnenköpfe in einem Fries

Beschreibung

Die Bezeichnung „Nonnenkopf“ leitet sich vermutlich von der schleier- oder haubenartigen äußeren Form ab, die einen Raum in Gestalt einer Nonne zu umschließen scheint.[1]

Der obere Abschluss eines einbahnigen Spitzbogenfensters hat einen Nonnenkopf und bei einem zweibahnigen Spitzbogenfenster drei Nonnenköpfe und wird als Nonnenschluss bezeichnet.

Der Nonnenkopf ist als geometrischer Teilbereich vom Dreipass überschneidend liegend gestürzt erkennbar.

Er lässt sich als ein nach unten geöffnetes liegendes Dreiblatt beschreiben, der in einen Spitzbogen eingeschrieben ist.[2]

Der „Nonnenkopf“ ist kein Begriff, der in jeder kunst- und architekturhistorischen Schule etabliert ist. So sprechen etwa Hans Koepf und Günther Binding von den eine Spitze bildenden Stößen der Maßwerkpässe, welche in verdickten, meist dreiblättrigen Nasen, auslaufen können.[3]

Commons: Nonnenkopf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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