Oberlinspher Mühle

Wassermühle in Bromskirchen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Oberlinspher Mühle ist eine denkmalgeschützte Wassermühle am Linspherbach, die vom Naturschutzgebiet Oberlauf des Linspherbaches eingeschlossen wird.[1] Sie liegt auf 420 m Höhe über NHN bei Bromskirchen in der Gemeinde Allendorf (Eder) im hessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg, rund 2 km nordwestlich der Unterlinspher Mühle.[2]

Oberlinspher Mühle im Winter
Mühlgraben nahe dem Wehr
Tal des Linspherbachs und Silbersee nahe der Mühle

Geschichte

Bis 1537 gehörten Bromskirchen und Somplar zum Herzogtum Westfalen. Durch eine Grenzeinigung des Kölner Erzbischofs mit dem Landgrafen von Hessen entstand eine neue Grenze zum benachbarten Hallenberg, in dem eine Getreidemühle stand. Im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts verschärften sich die Glaubenskämpfe zwischen dem kurkölschen Hallenberg und dem protestantischen Oberhessen, so dass die Bromskirchener eine eigene Mühle brauchten.[3][4] 1571 wurde dem Müller Junghenn Steuber aus Elbrighausen genehmigt, am Wasser der Linsphe eine Mühle zu bauen und sie als Erblehen zu betreiben. 1885 lebten fünf Bewohner in der Mühle.[2] Diese wurde bis in die 1960er Jahre durch die Familie Steuber betrieben.[5][4][2] Mühlkanal und Mühlteich bestehen wie die Wasser- und Staurechte bis heute und werden zur Stromerzeugung mit einer Turbine genutzt. Von 1988 bis 2020 wurde auf der Mühle ein Tagungshaus betrieben, aktuell befindet sich die Mühle in Privatbesitz.[3]

Gebäude

Das Gehöft der Mühle ist ein Vierseithof, an dessen westlicher Seite das im 19. Jahrhundert errichtete Wohn- und Mühlengebäude auf einem Werksteinsockel steht. Sein Fachwerk ist stockwerkweise aus geraden, gering dimensionierten Hölzern verzimmert.[4] Die Mühle verfügte über einen oberschlächtigen Mahlgang.[2] Das Hauptgebäude ist ein Kulturdenkmal nach dem hessischen Denkmalschutzgesetz.[4]

Literatur

  • Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Kulturdenkmäler in Hessen. Landkreis Waldeck-Frankenberg. Band 2. Theiss, Darmstadt 2015, S. 196.

Einzelnachweise

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