Oettingen in Bayern

Gemeinde in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Oettingen in Bayern ([ˈœtɪŋən] ) (amtlich Oettingen i.Bay.; rieser-schwäbisch Eade) ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Oettingen in Bayern.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Oettingen in Bayern
Deutschlandkarte, Position der Stadt Oettingen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 57′ N, 10° 36′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Oettingen in Bayern
Höhe: 419 m ü. NHN
Fläche: 34,22 km²
Einwohner: 5189 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 152 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86732
Vorwahl: 09082
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 197
Stadtgliederung: 12 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schloßstraße 36
86732 Oettingen i.Bay.
Website: oettingen.de
Erster Bürgermeister: Thomas Heydecker (SPD)
Lage der Stadt Oettingen im Landkreis Donau-Ries
KarteDornstadt-LinkersbaindtDornstadt-LinkersbaindtEsterholz (gemeindefreies Gebiet)Rain (Lech)Münster (Lech)Holzheim (Landkreis Donau-Ries)Oberndorf am LechMertingenDonauwörthAsbach-BäumenheimGenderkingenNiederschönenfeldMarxheimTagmersheimRöglingMonheim (Schwaben)KaisheimBuchdorfDaitingFremdingenAuhausenOettingen in BayernHainsfarthEhingen am RiesTapfheimMarktoffingenMaihingenMegesheimMunningenWolferstadtWallersteinNördlingenReimlingenEderheimForheimAmerdingenWemdingWechingenHarburg (Schwaben)HohenaltheimDeiningenAlerheimOttingFünfstettenHuisheimMönchsdeggingenMöttingenBaden-WürttembergLandkreis AnsbachLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis EichstättLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der Donau
Karte
Schließen
Oettingen, Luftaufnahme (2016)
Luftbild aus nordwestlicher Richtung (2025)
Schloss Oettingen, rechts davon die St.-Jakobs-Kirche
Schloßstraße – rechts (Westen) der einst katholische Teil mit Fachwerkhäusern links (Osten) der einst protestantische Teil mit barocken Fassaden
Historischer Umzug

Geographie

Lage

Die Stadt liegt an der Wörnitz, einem Nebenfluss der Donau, und befindet sich am Nordrand des Nördlinger Ries, eines Meteoritenkraters von 25 km Durchmesser.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde hat 12 Gemeindeteile[2] (in Klammern ist der Siedlungstyp[3] angegeben):

Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Erlbach, Heuberg, Lehmingen, Niederhofen, Nittingen und Oettingen i. B.[4] Die Gemarkung Oettingen i.Bay. hat eine Fläche von 10,058 km². Sie ist in 2891 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3479,01 m² haben.[5] In ihr liegen die Gemeindeteile Oettingen und Siegenhofen.[6]

Geschichte

Die Geschichte Oettingens reicht von vorgeschichtlichen Siedlungsspuren über römische und alamannische Besiedlung bis in die frühmittelalterliche Zeit zurück. Bereits im 8. Jahrhundert wird der Ort in einer Königsurkunde Pippins des Jüngeren als herrschaftlich organisierte „villa“ im Riesgau erwähnt, was auf seine frühe Bedeutung als königliches Wirtschafts- und Verwaltungszentrum hinweist. Im Hochmittelalter entwickelte sich Oettingen zum Mittelpunkt der Grafschaft Oettingen und stand zeitweise im Einflussbereich der staufischen Hausmachtpolitik. Über Jahrhunderte prägten der Deutsche Orden, die Residenzfunktion der Grafen und Fürsten von Oettingen sowie eine außergewöhnliche konfessionelle Doppelstruktur das Stadtbild und die Entwicklung des Ortes. Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde Oettingen zu einem wichtigen Zentrum der pietistischen Bewegung, maßgeblich gefördert durch die Oberhofmeisterin Maria Barbara von Neuhaus. Sie initiierte bedeutende soziale Stiftungen, darunter ein Witwenhaus und ein Waisenhaus, die die pietistischen Ideale von äußerer Bescheidenheit und tätiger Fürsorge für Bedürftige verkörpern. Mit dem Übergang an das Königreich Bayern im Jahr 1806 endete die reichsunmittelbare Herrschaft der Oettinger Linie.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinden Erlbach und Niederhofen eingegliedert,[7] am 1. Juli 1973 kam Heuberg hinzu. Lehmingen folgte am 1. Juli 1976. Die Eingemeindungen wurden am 1. Mai 1978 mit der Eingliederung von Nittingen abgeschlossen.[8]

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Stadt von 4602 auf 5142 um 540 Einwohner bzw. um 11,7 %.

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat besteht aus dem ersten Bürgermeister und 20 Stadträten. Die Stadtratswahlen 2014 und 2020 führten zu folgenden Ergebnissen und Sitzverteilungen:

Partei/Liste2014[9]2020[10]
StimmenanteilSitzeStimmenanteilSitze
CSU|FWG37,3 %832,8 %7
SPD30,2 %633,4 %7
SLO (Stadtteilliste Oettingen)15,4 %316,1 %3
PWG (Parteifreie Wählergruppe)11,7 %212,2 %2
ABL (Aktive Bürgerliste)5,4 %15,5 %1
Gesamt100 %20100 %20
Wahlbeteiligung68,4 %

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist Thomas Heydecker (SPD). Er ist seit 1. Mai 2020 im Amt. Die Wahl am 15. März 2020 gewann er mit 57,7 % Stimmen gegen die Amtsinhaberin Petra Wagner (CSU). Am 8. März 2026 wurde er mit 84,3 % der Stimmen wiedergewählt.

An der Stadtspitze standen seit 1970:

  • Hans Raidel von 1970 bis 1990 (ab 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages)
  • Dieter Paus von 1991 bis 2008
  • Matti Müller von 2008 bis 2014 (in der Stichwahl 2008 mit 55,1 % gewählt)
  • Petra Wagner von 2014 bis 2020 (2014 mit 52,1 % gewählt).

Wappen

Wappen von Oettingen in Bayern
Wappen von Oettingen in Bayern
Blasonierung: „In Rot ein silberner Schragen (Andreaskreuz).“[11]

Es entspricht dem Stammwappen der einstigen Stadtherren, der Grafen und späteren Fürsten von Oettingen.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baudenkmäler

Rathaus (links), Hotel Krone (rechts)
Hotel Krone
Königsturm
Turm der evangelischen St.-Jakobs-Kirche und Storchennest
Schlossstraße in Oettingen mit Königstor
Kath. Pfarrhaus in Oettingen in Bayern
Kath. Pfarrkirche St. Sebastian
Schloßstrasse
  • Schloss Oettingen
  • Der sogenannte Königsturm des Unteren Tores ist der einzige sogenannte Turm der Stadtbefestigung. Vor diesem Tor befand sich die Untere Vorstadt, die wiederum durch ein äußeres Unteres Tor abgeschlossen war. Das Untergeschoss weist noch Reste des Turmes aus dem 13. Jahrhundert auf. 1594 bis 1596 erbauten die beiden Stadtherrschaften zusammen mit der Bürgerschaft einen neuen Turm. Im Inneren sind die Zellen des einstigen Stadtgefängnisses erhalten.
  • Das Rathaus ist einer der prächtigsten Fachwerkbauten Schwabens. Das steinerne Erdgeschoss wurde 1431 gebaut, wie der Stein über dem Portal besagt. Die oberen Stockwerke und das eindrucksvolle Dachgebälk entstanden 1480. Seit der Generalsanierung (1986–1993) ist das danebenstehende bürgerliche Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert baulich angeschlossen. Das Rathaus ist Sitz der Stadtverwaltung und der Verwaltungsgemeinschaft Oettingen, im Erdgeschoss befindet sich das städtische Verkehrsamt.
  • Der Marktplatz ist das Zentrum der Oettinger Innenstadt. Freitags findet dort ein Wochenmarkt statt. Bemerkenswert ist die architektonische Gestaltung: Auf der Ostseite befinden sich barocke Giebel, auf der Westseite Fachwerkgiebel.
  • Oettinger Störche: Mindestens seit der Zeit des Grafen Ludwig XVI. (vor mehr als 400 Jahren) nisten in Oettingen Störche. Graf Ludwig war ein Freund dieser Vögel. Als nach einer Legende der Graf nach dem Schmalkaldischen Krieg die Stadt verlassen musste, seien auch die Störche weggezogen und nicht mehr wiedergekommen, ein Ereignis, an dem die Stadt großen Anteil nahm. Erst als der Graf nach langer Zeit im Jahre 1563 zurückkehrte, hätten sich auch die Störche wieder eingefunden und sind bis heute geblieben.
  • Das Gebäude des Alten Gymnasiums wurde 1724 unter Fürst Albrecht Ernst II. zu Oettingen-Oettingen von Baumeister Johann Christian Lüttich erbaut. Es beherbergte die 1563 gegründete Lateinschule, die der Ausbildung des Pfarrer- und Beamtennachwuchses dienen sollte, wie die Inschrift auf der Nordseite besagt. Die Westseite ist durch eine Nische mit Muschelabschluss geziert, in der jedoch nie eine Statue stand. Heute sind in dem Gebäude ein Seniorenzentrum und die Volkshochschule untergebracht.
  • Die evangelische Pfarrkirche St. Jakob schließt den Schlossplatz im Osten ab. Die spitzbogigen Fenster der Westfassade erwecken den Eindruck einer gotischen Kirche. Sie wurden erst im 19. Jahrhundert dem neugotischen Stilempfinden entsprechend gestaltet. Der Innenraum verrät zwar noch seinen gotischen Ursprung im Chor, wurde aber unter Albrecht Ernst I. 1681 barock ausgeschmückt. Die Kirche war keine Urpfarrei; ihre Mutterkirche steht im drei Kilometer entfernten Ehingen. Als Oettingen 1312 selbständige Pfarrei wurde, begann man mit dem Neubau des Chores (vollendet 1326), 1430 mit dem des Langhauses. 1461 stand der Turm bis zum Kranz (Jahreszahl 1461 und Wappen an der Nordwand des Turmes). Das Oktogon wurde erst 1565 fertiggestellt. Bis in die 1930er Jahre wohnte dort ein Türmer. Bis um die Mitte des 18. Jahrhunderts befand sich um die Kirche ein Friedhof, aus dem die Grabplatten im Inneren der Kirche stammen. An ihr führt der Fränkisch-Schwäbische Jakobsweg vorbei, und dort beginnt der Bayerisch-Schwäbische Jakobusweg.
  • Die katholische Pfarrkirche St. Sebastian hat ihren Ursprung in einem Blutwunder, das sich am Sebastianstag (20. Januar) 1467 an dieser Stelle ereignet haben soll. Graf Ulrich ließ eine Kapelle erbauen, die bald zu einer Kirche erweitert wurde. Zeitweise gab es dort eine beachtliche Wallfahrt. St. Sebastian gilt als Schutzheiliger auch gegen die Pest und ist der Schutzpatron des Rieses. Die Wemdinger bringen nach einem Gelübde aus dem Jahr 1647 in einer großen Prozession alle 20 Jahre eine Pestkerze nach Oettingen, zuletzt 2012. Sie ist neben dem Pestbild von 1490 rechts neben dem Chor zu sehen, in der Krypta befindet sich eine Sebastiansreliquie. Infolge der konfessionellen Aufteilung der Stadt wurde die Kirche 1563 zur katholischen Pfarrkirche. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Kirchenschiff wegen Baufälligkeit abgerissen und neu erbaut. Die neugotische Innenausstattung wurde bei der Renovierung 1959–1963 entfernt. Die Figuren Anna Selbdritt und Heilige Familie stammen aus der St.-Anna-Kapelle.
  • Gruftkirche: Die Kapelle ist der Rest der von Ludwig V. von Oettingen um 1270 fertiggestellten Schloßkirche, die an Stelle des ältesten bekannten Erdgrabes der Herren von Oettingen errichtet worden war.[12] An der Ostfassade befindet sich ein romanischer Rundbogenfries über einem großen spitzbogigen Fenster. Rippen und Gewölbekappen zeigen die ursprüngliche rot-blaue Bemalung. Die Flächen sind mit Sternen verziert. An der Nordseite des Kirchenraums befindet sich ein schwach sichtbares Fresko: Christus als Weltenrichter in der Mandorla mit Maria und Johannes aus der Zeit um 1450. 1798 erfolgte der Umbau zur fürstlichen Gruftkapelle; von dem einst fünfjochigen Langbau blieben nur zwei Joche bestehen. Die klassizistische Innenausstattung sowie eine trauernde Frauengestalt, sich an einen Marmorsarkophag lehnend, sind nicht erhalten geblieben. Rechts und links des klassizistischen Portals befinden sich trauernde Figuren (Todesgenien) von Ignaz Ingerl. Der Turm, vermutlich aus dem 15. Jahrhundert, trägt an der Nordseite die Wappen von Oettingen, Seckendorf und Sonnenberg.
  • Im Bereich des Gruftgartens ist die Keimzelle Oettingens anzunehmen. Dort lag vermutlich der Herrenhof, aus dem sich der alamannische ingen-Ort entwickelte. Schon für die Zeit um 750 nennen Güterverzeichnisse des Klosters Fulda Besitzungen in „otingen“. Im 11. Jahrhundert war dort vermutlich eine Burg, an die sich eine Siedlung mit Handwerkern anschloss. Burg und Ort wurden Mittelpunkt der erstarkenden Grafschaft Oettingen und Hauptsitz der Grafen zu Oettingen. In der Renaissance- und Barockzeit wurden Repräsentationsbauten neu- bzw. umgestaltet. Das sogenannte Alte Schloss gehörte der seit 1539 evangelischen älteren Linie Oettingen-Oettingen, die 1674 gefürstet wurde und im Mannesstamm mit Albrecht Ernst II. 1731 ausstarb. 1850 wurden die Schlossgebäude bis auf die Kapelle abgebrochen.
  • Die Kapelle St. Leonhard befindet sich an der Stelle, wo einst eine alte Steinbrücke die Wörnitz überquerte. Neben der im Jahre 1500 erbauten Kapelle stand ursprünglich die Statue des Heiligen Nepomuk auf der alten Brücke. Die Kapelle birgt als Kostbarkeit einen gotischen Schnitzaltar. Die Figuren im Schrein stellen den Heiligen Leonhard mit Kette dar, flankiert vom Heiligen Wolfgang links und Heiligen Rochus rechts. Die Predella zeigt die Vierzehn Nothelfer. Die Figuren gehören alle in die Zeit um 1500. Bemerkenswert sind die Gemälde an den Seitenflügeln mit Szenen aus dem Marienleben (innen) und aus dem Leben des Heiligen Leonhard. Die Malereien lassen Einflüsse der Dürerschule erkennen.
  • Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses stehen die St.-Anna-Kapelle mit dem alten Friedhof und das ehemalige Leprosenhaus. Die Kapelle wurde 1484 erstmals genannt und 1606–1608 in ihre heutige Form umgebaut. Die Kunstgegenstände aus der Kapelle sind eine Anna Selbdritt (um 1480/90), eine Pietá (Ende 15. Jahrhundert) und eine Heilige Familie (frühes 18. Jahrhundert), sie befinden sich jetzt in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Sebastian. In dem ehemaligen Leprosenhaus befindet sich heute die evangelisch-lutherische Diakoniestation.
  • Kalvarienbergkapelle
  • Synagoge
  • Marienbrunnen im Schlosshof: Vom Fußgängerdurchgang ist ein guter Blick in den Schlosshof auf den Brunnen mit der barocken Mariensäule von 1723 möglich.
  • Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Hofgarten, der vorher im französischen Stil gestaltet war, nach der damaligen Mode in einen englischen Garten umgestaltet. Beeindruckend ist der alte Baumbestand mit zum Teil 200-jährigen Exemplaren. Der Hofgarten ist heute zum Teil öffentlich begehbar.
  • Die Orangerie wurde 1726 von Francesco de Gabrieli für die Linie Oettingen-Spielberg erbaut. Sie gehörte zu einem Park im französischen Stil und diente als Gewächshaus und zur Unterbringung seinerzeit moderner exotischer Pflanzen wie Orangen- und Zitronenbäume oder Palmen. Seit einem Umbau in den 1950er Jahren ist sie Wohnsitz der fürstlichen Familie Oettingen-Oettingen und Oettingen-Spielberg.
  • Die Stadtmauer aus der staufischen Zeit ist als Mauerring fast durchgehend erhalten. Der Wehrgang wurde jedoch Anfang des 19. Jahrhunderts abgebrochen und ist nur noch an wenigen Stellen vorhanden. Die Stadtbefestigung aus dem 13. Jahrhundert mit ihren drei Toren (und den jeweils davor angesiedelten „Vorstädten“) muss man sich so vorstellen: Um die Innenstadt führte ein Wassergraben, der auf Zugbrücken an den Toren überquert werden konnte. Hinter dem Wassergraben stieg ein Erdwall an. Zwischen diesem Erdwall und der eigentlichen Stadtmauer mit einem Wehrgang lag noch ein trockener Graben als weiteres Annäherungshindernis. Die Tortürme und mehrere Türme in der Mauer schützten gefährdete Punkte.

Bodendenkmäler

Museen

  • Heimatmuseum Oettingen
  • Schlossmuseum Oettingen, eröffnet 17. März 2019[13]
  • Brauereimuseum Fürnheim

Badeinsel mit Wörnitz-Flussbad

Kinderbecken Wörnitz Freibad

Durch einen Altwasserarm bildet die Wörnitz in Oettingen eine Insel, die zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung bietet. Neben dem Wörnitz-Flussbad und einem Kinderbecken befinden sich dort unter anderem ein Wildgehege, zwei Volleyballplätze, ein Fußballplatz, eine Minigolfanlage, eine Kneippanlage mit Wassertretbecken und ein Biergarten.

Geopark Ries-Infozentrum

Bebilderte Infotafeln vermitteln Informationen über die Nationalen Geoparks in Deutschland, den Geopark Ries und die besonderen Gesteine des Einschlagkraters. Das Infozentrum Oettingen verdeutlicht anhand zahlreicher Exponate und Schautafeln sowie eines Modells des Meteoritenkraters die wechselvolle Geschichte der Besiedlung des Nordrieses.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Oettingen liegt an der Bahnstrecke Nördlingen–Gunzenhausen, auf der derzeit kein regulärer Personenverkehr stattfindet.

Die Bundesstraße 466 durchquert den Ort. Von ihr zweigen die Staatsstraßen 2214 und 2216 ab.

Porzellan-Firmenschild Steinmeyer an einer Orgel

Ansässige Unternehmen

Heute hat die Stadt neben zahlreichen Handwerksbetrieben auch Holz- und Metallverarbeitung aufzuweisen, unter anderem die Lessmann GmbH, einer der weltweit größten Bürstenhersteller,[14] und eines der zwei deutschen Werke des Fenster- und Türenherstellers Jeld-Wen. Mit der Oettinger Brauerei befindet sich eine der größten deutschen Brauereien im Ort.

Bis 2001 gab es dort die Orgelbaufirma Steinmeyer. Das bekannteste Werk von Steinmeyer ist die damals weltgrößte Kirchenorgel im Passauer Dom. Das ehemalige Fabrikgebäude im historistischen Stil ist noch zu sehen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Nach Geburtsjahr geordnet

Ehrenbürger

Liste (unvollständig) nach Jahr der Verleihung (in Klammern):[15]

  • Friedrich Philipp August Buhler (1822–1895), (1892)
  • August Gramenstetter (1822–1899), Wundarzt, Chirurg und Geburtshelfer, (1897)
  • Georg Friedrich Steinmeyer (1819–1901), Orgelbauer und Unternehmer (1899)
  • Johannes Steinmeyer (1857–1928), Orgelbauer und Unternehmer (1927)
  • Hans Steinmeyer (1889–1970), Orgelbauer und Unternehmer (1964)
  • Anton Jaumann (1927–1994), deutscher Jurist und Politiker (1978)
  • Caritas (Marie Luise) Hopfenzitz (* 2. November 1913 im Stadtteil Nittingen, † 24. Januar 2005 in Daegu, Südkorea), Missionarin (1979)[16]
  • Franz Bachmayr, ab 1. Juli 1955 erster Chefarzt des Krankenhauses (1995)[17]
  • Hans Raidel (* 1941), von 1970 bis 1990 Erster Bürgermeister und von 1990 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages (2011)[17]
  • Dieter Paus (1944–2024), Erster Bürgermeister (1991–2008) (2018)[17][18]

Mit Oettingen verbunden

  • Franz de Gabrieli (auch: Francesco und Franz Joseph) (1688–1726), ein Graubündner Architekt und Stuckateur.
  • Georg Adam Michel (1708–1780), lutherischer Theologe, Generalsuperintendent und Konsistorialrat
  • Johann Georg Mettenleiter (1812–1858), Komponist und Organist, war Chorregent an der Stadtpfarrkirche

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI