Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten

Lobbyveranstaltung der Stadt Oldenburg in Berlin From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten in Berlin ist eine Veranstaltung der niedersächsischen Stadt Oldenburg, die vor allem der Kontaktpflege in der Bundeshauptstadt dient. Dazu kommen jedes Jahr Oldenburger Wirtschaftsführer, Politiker, Wissenschaftler und Kulturschaffende mit Vertretern der Landes- und Bundespolitik zusammen. Dabei wird traditionell Grünkohl und Pinkel serviert.

Grünkohlgericht

Geschichte

Auf die Anfrage des damaligen Oberstadtdirektors Jan Eilers, ob Bundespräsident Theodor Heuss zu einem Besuch nach Oldenburg kommen würde, antwortete dieser: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“[1] Daraufhin wurde die Idee des Grünkohlessens im Jahr 1956 geboren. Seitdem wird die Tradition des Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten gepflegt. 1998 wurde die Veranstaltung nach Berlin verlegt und das Essen im Opernpalais unter den Linden serviert. Seit 2002 lädt die Stadt ihre Gäste in die Räume der Niedersächsischen Landesvertretung ein.

Seit 1956 fiel das Gröönkohl-Äten nur viermal aus: 1962 wegen der Sturmflut 1962, 1991 wegen des Zweiten Golfkrieges, 2021 und 2022 infolge der Corona-Pandemie.[2]

Essen

Traditionell werden die rund 300 Gäste mit 150 Kilogramm Kohl, 500 Pinkelwürsten, 400 Kochmettwürsten, 20 Kilogramm gestreiftem Speck und 70 Kilogramm Kasseler verköstigt. Der Grünkohl wird tags zuvor in Oldenburg gekocht und dann nach Berlin gefahren. Als Nachspeise wird Rote Grütze serviert.

Gesellschaft

Beim Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten wird jährlich eine Grünkohlkönigin oder ein Grünkohlkönig durch das sogenannte Kurfürsten-Kollegium[3] gewählt.

Kohlkönige

Einzelnachweise

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