Oliver Sterl
österreichischer Architekt 1989
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Leben
Sterl besuchte von 1984 bis 1989 die Höhere Technische Lehranstalt in Villach. Ab 1990 studierte er Architektur an der TU Graz, wo er vier Jahre später die erste Diplomprüfung absolvierte.
Ergänzend zu den Grazer Lehrinhalten beschäftigte sich Sterl mit zeitgenössischen Aspekten des Städtebaus, insbesondere Rüdiger Lainers Projekt Flugfeld Aspern (1992) in Wien, das auf der Architekturbiennale 1996 in Venedig präsentiert wurde. Stern wurde von der Idee einer Stadtplanung beeinflusst, die das Prozessuale und die zeitlich bedingten Veränderungen in der urbanen Entwicklung vorwegnimmt.
1994 setzte er sein Studium an der TU Wien fort. In seiner Diplomarbeit untersuchte und evaluierte er einen städtebaulichen Planungsprozess anhand des städtebaulichen Entwurfs für die KDAG-Gründe in Wien-Meidling. 1999 graduierte Sterl zum Diplom-Ingenieur für Architektur an der TU Wien. Während des Studiums arbeitete er bei Auböck + Kárász in Wien und Bernhard Walter in Berlin. Im Jahr 2000 wurde er Projektleiter im Architekturbüro von Lainer. 2004 erhielt er die Befugnis zum Architekten der Bundeskammer für Architekten und Ingenieurkonsulenten. 2005 wurde aus dem ZT-Einzelunternehmen Rüdiger Lainer die „Rüdiger Lainer + Partner Architekten ZT GmbH“, mit Sterl als Büropartner und Miteigentümer. Er übt die Funktion eines Geschäftsführers aus.
Projekte (Auswahl)

- 2001: EURO – Eurocity Kinocenter (Cineplexx Salzburg City), Bahnhofsvorplatz, Salzburg
- 2006: Neubau Wirtschaftskammer Niederösterreich, St. Pölten
- 2007: Wohnbau Taubstummengasse 12, Wien 4
- 2008: Dachaufbau Nibelungengasse 1–3, Wien 1
- 2008: Haus mit Veranden, Wohnbau und Kindertagesheim, Buchengasse 157, Wien 10
- 2011: Wohnquartier Kagraner Idylle, Wien 22
- 2012: Innovatives Wohn- und Pflegehaus Döbling, Wien 19
- 2013: Wohnhausanlage Raxstraße, Wien 10
- 2014: Wohnbauten Gerasdorfer Straße, Wien 21
- 2015: Wohnhausanlage Mautner Markhof Gründe, Wien 11
- 2015: Schottenring 19, Revitalisierung eines Gründerzeitensembles, Wien 1
- 2017: Hochhaus Q-Tower im Quartier The Marks, Wien 3
- 2017: QBC6 Hochhaus, Wien 10
- 2017: Holzhochhaus HoHo Wien, Wien 22
- 2017: Wohnquartier Sonnwendviertel 2, Bauteil Ost, Wien 10
- 2018: Wohnhausanlage und Hotel Biotope City, Wien 10
- 2019: Wohnhäuser Nordbahnhof (BF 5), Wien 02 (in Bau)
- 2019: Wohn- und Bürogebäude Reininghaus, Graz 8020 (in Bau)
- 2020: Mehrparteienhaus Wieselburg, Wieselburg 3250 (in Bau)
- 2021: Mehrparteienhaus Wilhelminenstraße, Wien 16 (in Bau)
Auszeichnungen
- 2006: Österreichischer Bauherrenpreis 2006 Wirtschaftskammer Niederösterreich
- 2009: Best Architects 10 in Gold
- 2010: Green GOOD DESIGN Award 2010
- 2010: 20+10+X World Architecture Community Award 7th Cycle
- 2012: Best Architects 13
- 2012: Nominierung ZV Bauherrenpreis 2012
- 2014: Nominierung ETHOUSE Award
- 2014: klima:aktiv Gold Standard, Raxstraße
- 2014: GreenBuilding Award of the EU-Comission
- 2015: Nominierung Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit
- 2016: Iconic Award, Rat f. Formgebung, Frankfurt
- 2017: ÖGUT-Preis 2017 Nominierung für „Biotope City“
- 2019: Build Magazine für Most Innovative Architecture Studio – Austria und BUILD Excellence Award for High-Rise Building Renovations – Central Europe für HoHo Wien
- 2020: Architekturpreis der Stadt Wien „Gebaut 2019“ für HoHo Wien
- 2021: NÖ Holzbaupreis 2021 in der Kategorie Außerhalb von Niederösterreich für HoHo Wien
- 2021: Winner Iconic Awards 2021 des Rates für Formgebung für „The Brick“
- 2021: Holzbaupreis Wien pro:Holz Austria „Wienwood 2021“ für HoHo Wien
- 2021: Architekturpreis der Stadt Wien „Gebaut 2020“ für „The Brick“
Gruppenausstellungen (Auswahl)
- 2005: Das neue Österreich, Ausstellung zum Staatsvertrag, Belvedere Wien
- 2006: Sculptural Architecture in Austria, National Art Museum of China Peking / Guangdong Museum of Art Guangzhou
- 2009: Ich wohne bis ich 100 bin | Red Vienna, Grey Society, Architekturzentrum Wien
- 2010: best architects 10, Haus der Gegenwart München
- 2012: Gebaut 2011, MA 19, Wien
- 2013: Das Gold des AzW, Architekturzentrum Wien
- 2015: Ein Raum für Fünf, Architekturzentrum Wien
- 2017: Visionäre und Alltagshelden, Oskar von Miller Forum, München
Bibliographie
- Hans Hollein (Kurator): Sculptural Architecture in Austria. Ausstellungskatalog National Art Museum of China, Verlag Anton Pustet, Salzburg 2006.
- Walter Zschokke: Kontextueller Solitär, Die Wirtschaftskammer Niederösterreich. Springer Verlag, Wien / New York 2007.
- Franziska Leeb: wohnen pflegen leben, neue Wiener Wohn- und Pflegehäuser. Bohmann Verlag, Wien 2009.
- Architekturzentrum Wien (Hrsg.): Best of Austria - Austrias Beste Bauten. Architektur 2008_9. Wien 2010.
- Architekturzentrum Wien (Hrsg.): Ein Raum für Fünf. 20 Architektenjahre. Wien 2015.
- Sabine Gotthardt, Grohe Deutschland (Hrsg.): Wohnungsbau neu denken, Zwischen Existenzminimum und Luxus! Eigenverlag Porta Westfalica, 2017.
- Liane Lefaivre: Rebel Modernist, Viennese Architecture since Otto Wagner. Lund Humphries, London 2017, ISBN 978-1-84822-205-2.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sterl, Oliver |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Architekt |
| GEBURTSDATUM | 1969 |
| GEBURTSORT | Villach, Kärnten |