Oliwia Hälterlein
deutsche Schriftstellerin
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Oliwia Marta Hälterlein (geboren 1986 in Bydgoszcz, Polen[1]) ist eine deutsche Schriftstellerin, Kulturwissenschaftlerin und Dramaturgin.

Hälterlein studierte Slawistik, Vergleichende Literatur-, Kultur-, Theater- und Filmwissenschaft in Salzburg, Krakau und Berlin. 2020 veröffentlichte sie Das Jungfernhäutchen gibt es nicht in der Reihe der Breitbeinigen Hefte im Augsburger MaroVerlag.
Hälterlein lebt in Freiburg im Breisgau, wo sie Mitbegründerin der feministischen Aktionswoche Aufgeklärt?! ist.[1] 2022 rief sie in Kooperation mit ArTik e. V. und E-Werk Freiburg zusammen mit Hannah Hahn, Sofie Anton und Sophie Wohlgemuth dort die Lesereihe CLITERATUR ins Leben, die sie moderiert.[2]
Wir Töchter
Hälterlein ist Absolventin des Deutschen Literaturinstituts in Leipzig, wo sie Kreatives Schreiben studierte und an ihrem Debütroman Wir Töchter arbeitete, der 2026 bei C.H. Beck erschien und im gleichen Jahr mit dem Preis des internationalen Festivals für junge Literatur Wortspiele ausgezeichnet wurde, der mit 2000 Euro dotiert ist.[3] In ihrem Erstlingsroman setzt sich Hälterlein mit den Themen Tochterschaft, Polen, Migration, Bäuerinnenalltag und Mehrsprachigkeit auseinander. Das wird dargestellt am Schicksal dreier Frauen, Großmutter, Mutter und Tochter. Die Großmutter Marianna ist am Ende des Zweiten Weltkriegs eine einfache Bäuerin. Ihre Tochter Róza verlässt das Dorf und geht nach Gdansk, erlebt die Solidarność-Revolution und geht zusammen mit ihrer Tochter Waleria Ende der 1980er Jahre in den Westen, wo Waleria im wiedervereinigten Deutschland aufwächst und sich immer mehr von Kultur und Sprache der Großmutter und des dörflichen Polens entfernt.
Diese drei Stimmen würden sich nach Begründung der Jury verbinden zu einem „überzeitlichen, poetischen Chor aus weiblichen Stimmen, die sich der Vereinzelung entgegenstellen“. Weiter heißt es:
„Einzelne Fäden des Chors werden im Verlauf des Textes immer wieder aufgegriffen und verbinden so die einzelnen Geschichten und Generationen, die sich zwischen Ländern und Sprachen bewegen. Dadurch werden einerseits einzelne Schicksale im Postmigrantischen und Prekären erzählt, andererseits ein verbindendes Moment geschaffen, das verschiedene Kulturräume, Sprachbarrieren und Ausgrenzungen überwindet. Dieser kunstvoll gewebte Text verbindet chorische, lyrische und prosaische Elemente zu einer außergewöhnlichen Vielstimmigkeit.“[3]
Auszeichnungen
- 2026 Wortspiele von Bayern 2 für Wir Töchter[3]
Bibliografie
- Das Jungfernhäutchen gibt es nicht. Illustriert von Aisha Franz. Maro Heft #2. Maro Verlag, Augsburg 2020, ISBN 978-3-87512-617-4.
- Wir Töchter. Roman. C.H. Beck, München 2026, ISBN 978-3-406-84337-2.
Weblinks
- Literatur von und über Oliwia Hälterlein im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Website von Oliwia Hälterlein
- Kurzbiografie und Rezensionen zu Werken von Oliwia Hälterlein bei Perlentaucher
- Oliwia Hälterlein, Autorenseite des Maro-Verlags
- Oliwia Hälterlein, Autorenseite des Verlags C.H. Beck
- Oliwia Hälterlein, Kurzbiographie der Kunststiftung BW