Oluf Nicolai Olsen
(1794–1848) dänischer Kartograf und Topograf
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Oluf Nicolai Olsen (* 4. März 1794 in Køge, Dänemark; † 19. Dezember 1848 in Kopenhagen, Dänemark) war ein dänischer Offizier, Topograf und Kartograf.

Militärische Laufbahn
Olsen trat 1812 als Offizier in den Militärdienst ein. Nachdem er 1815 das Landmesserexamen abgelegt hatte, wurde er 1830 zum Sekondkapitän (Oberleutnant) befördert und zum Kommandeur einer Mineur- und Sappeurkompanie ernannt. Im selben Jahr übernahm er die Lehrtätigkeit für Topografie und Zeichnen an der Königlichen Militärischen Hochschule (dänisch: Den kongelige militære Højskole).
In den folgenden Jahren stieg er innerhalb des Generalstabs weiter auf: 1836 wurde er Divisionsquartiermeister, 1839 Major und 1842 Chef der neu geschaffenen topografischen Abteilung. In dieser Funktion bündelte er die Vermessungsarbeiten des Generalstabs, der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften sowie die Arbeiten des deutschen Professors Heinrich Christian Schumacher. Im Jahr 1848 wurde er zum Oberst im Generalstab befördert.
Kartografisches Wirken
Neben seiner militärischen Karriere entfaltete Olsen eine umfangreiche Tätigkeit als Kartograf und Topograf. Er gilt als Wegbereiter moderner Darstellungsmethoden. Besonders hervorzuheben ist sein Werk Esquisse orographique de l’Europe (1824, mit Jacob Hornemann Bredsdorff), in dem er – trotz des kleinen Maßstabs – Höhenverhältnisse durch äquidistante Horizontalkurven (Höhenlinien) darstellte. Diese Arbeit wurde von der Société de Géographie in Paris ausgezeichnet.
Zu seinen bedeutendsten Veröffentlichungen gehören weiterhin:
- Plantegeografisk Atlas (zum Werk von Joakim Frederik Schouw, 1824),
- Topografisk Tegnekunst (1831–1836), das als Grundlage für alle späteren Karten des dänischen Generalstabs diente,
- Ledetraad ved Forelæsningerne i Topografi og Geodesi (1830–32),
- Atlas til J. F. Schouw’s Naturskildringer (1832–35),
- Generalkort over Sønderjylland (1836),
- Atlas pour le tableau du climat de l’Italie (1839),
- Generalkort over Kongeriget Danmark med Hertugdømmet Slesvig (1841–1842),
- Generalkort over Hertugdømmet Lauenburg (1844),
- Kort over Island (1844–1849)
Zwischen 1837 und 1840 war er zudem Mitherausgeber des Militært Repertorium. Olsen wurde 1829 zum Ritter des Dannebrogordens und 1840 zum Dannebrogmann ernannt.
Er verstarb 1848 und wurde auf dem Garnisons Kirkegård in Kopenhagen beigesetzt.
Literatur
- E. C. Rasmussen: Oluf Nicolai Olsen. In: Carl Frederik Bricka (Hrsg.): Dansk biografisk Lexikon. Tillige omfattende Norge for Tidsrummet 1537–1814. 1. Auflage. Band 12: Münch–Peirup. Gyldendalske Boghandels Forlag, Kopenhagen 1898, S. 418–420 (dänisch, runeberg.org).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Olsen, Oluf Nicolai |
| ALTERNATIVNAMEN | Olsen, O. N. |
| KURZBESCHREIBUNG | dänischer Offizier und Kartograf |
| GEBURTSDATUM | 4. März 1794 |
| GEBURTSORT | Køge |
| STERBEDATUM | 19. Dezember 1848 |
| STERBEORT | Kopenhagen |