Operation: Broken Arrow

Film von John Woo (1996) From Wikipedia, the free encyclopedia

Operation: Broken Arrow (Originaltitel: Broken Arrow) ist ein US-amerikanischer Actionfilm des Regisseurs John Woo aus dem Jahr 1996. Broken Arrow ist ein militärisches Codewort für den Defekt, wodurch Gefahr für die Öffentlichkeit durch den Sprengkopf ausgeht, oder unfallbedingten Verlust einer Atomwaffe.

TitelOperation: Broken Arrow
OriginaltitelBroken Arrow
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Operation: Broken Arrow
Originaltitel Broken Arrow
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 108 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie John Woo
Drehbuch Graham Yost
Produktion Bill Badalato,
Terence Chang,
Mark Gordon
Musik Hans Zimmer
Kamera Peter Levy
Schnitt Joe Hutshing,
Steve Mirkovich,
John Wright
Besetzung und Synchronisation
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Handlung

Der Kampfpilot Major Deakins und sein jüngerer Kamerad Captain Hale erhalten den Auftrag, mit einem Tarnkappenbomber einen Testflug zu machen, bei dem nukleare Waffen an Bord sind, um deren Auswirkungen auf die Stealthtechnologie zu analysieren. Doch Deakins plant, die Bomben in seine Gewalt zu bringen, um die Vereinigten Staaten zu erpressen.

Sein Versuch, Hale im Cockpit zu erschießen, schlägt fehl. Deakins kann ihn nur mit dem Schleudersitz aus dem Flugzeug katapultieren. Er klinkt die beiden Bomben an Fallschirmen aus, meldet einen Notfall und verlässt das abstürzende Flugzeug. Danach trifft er mit einer Gruppe angeheuerter Söldner zusammen und sichert die in der Wüste gelandeten Bomben, wobei seine Leute die vom Militär losgeschickte Bergungsmannschaft erschießen.

Gemeinsam mit der Wildhüterin Terry Carmichael gelingt es Hale, vor Deakins’ Leuten zu fliehen und ihm die Bomben zu stehlen. Doch Deakins errät ihren Fluchtort, eine alte Kupfermine, und spürt sie dort auf. Dabei bringt er die Nuklearwaffen wieder in seine Gewalt und lässt eine davon in der Mine detonieren. Nachdem Hale mit Terrys Hilfe Verbindung zum Militär aufgenommen hat, gelingt es ihm schließlich, Deakins Leute auf dessen Transportzug zu eliminieren und ihn zu stellen. Im Duell entschärft er den Zünder der Nuklearbombe und springt aus dem Zug, der kurz darauf explodiert. Deakins kommt ums Leben.

Besetzung und Synchronisation

Die deutsche Synchronisation erfolgte durch die Interopa Film, das Dialogbuch schrieb Andreas Pollak und die Dialogregie führte Frank Schaff.[1]

Weitere Informationen Rolle, Darsteller ...
Rolle Darsteller Synchronsprecher
Maj. Vic „Deak“ Deakins John Travolta Thomas Danneberg
Capt. Riley Hale Christian Slater Sven Hasper
Terry Carmichael Samantha Mathis Ulrike Stürzbecher
Col. Max Wilkins Delroy Lindo Leon Boden
Pritchett Bob Gunton Klaus Sonnenschein
Giles Prentice Frank Whaley Frank Schaff
Kelly Howie Long Andreas Rüdiger
Chief Sam Rhodes Vondie Curtis-Hall Andreas Hosang
Johnson Vyto Ruginis
Lt. Thomas Ousaun Elam
Max Shaun Toub Stefan Staudinger
Verteidigungsminister Kurtwood Smith Klaus Jepsen
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Kritiken

Weitere Informationen Quelle, Bewertung ...
Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 53 %[2]
Metacritic (Metascore) 61/100[3]
Moviebreak 5,5/10
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Das Lexikon des internationalen Films urteilt: "Actionfilm-Spezialist John Woo gelingen eindrucksvolle Aufnahmen vor der Kulisse der Wüste von Utah. Er verbindet Akrobatik und Feuersbrünste mit kämpferischem Pathos zu einem großen Actionspektakel, das allerdings in eine allzu schlichte und häufig variierte Weltrettungsgeschichte eingebettet ist."[4]

TV Spielfilm lobt: "Auch in diesem Thriller setzt der virtuose Actionregisseur auf fantasievolle Destruktionsorgien und ein atemberaubendes Tempo. Fazit: Operation gelungen: bombige Actionsause."[5]

Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) würdigt: „Geschickt zieht der Actionfilm alle Register seines Genres. Die übliche Gut-Böse-Konstellation wird durch das Motiv der ehemaligen Freundschaft von Todfeinden variiert und mit moralischen Reflexionen über das Gesetz des Handelns und mit kritischen Anmerkungen zur Gefahr menschlichen Versagens bei entfesselter Technik garniert. Eine klar und einfach strukturierte Dramaturgie, hervorragende Aufnahmen des Spiels mit Maschinen in der grandiosen Wüstenlandschaft, eine rasante Montage, gekonnte Stunts und eine pointiert eingesetzte Musik für großes Orchester zeugen von hoher Professionalität. Für Überraschungen sorgt der hervorragend spielende John Travolta in der Rolle eines Mannes, von dem man Gutes erhofft, der aber Böses tut.“[6]

Filmkritiker Ralph Umard analysiert: „Trotz offenkundiger Konstruktions- und Spannungsschwächen in der nicht durchgängig packenden Handlung hat Woo dennoch gute Genrearbeit geliefert, die aufwendig und überraschungsreich gestalteten Actionsequenzen und Spezialeffekte lassen wenig zu wünschen übrig. Bei der dynamischen Choreographie der Kamerabewegungen und -einstellungen, bei einigen frappierenden Kontrastmontagen, und wenn Travolta in Zeitlupe zur Tat schreitet, wenn Slater beidhändig feuernd zum Hechtsprung ansetzt, wenn Pistolen durch die Luft segeln und zwei Schützen sich gegenseitig Knarren an den Kopf halten, dann erkennt man Woos Handschrift wieder, auch wenn seine Ausdrucksweise nun hollywoodmäßig homogenisiert ist.“[7]

Moviebreak stellt fest: "Trotz eines grandiosen John Travolta und sichtlich viel Aufwand ist „Operation – Broken Arrow“ (heute) nicht mehr als leicht überdurchschnittliche Berieselung, die Abseits der guten, alten 90er-Nostalgie und den grundsätzlichen, aber nie zu voller Ekstase erlangenden Fähigkeiten seines Regisseurs einfach nicht mehr großartig Eindruck schinden kann. Geht insgesamt natürlich immer noch vollkommen in Ordnung, mehr als ein ganz simpler Zeitvertreib ist das aber beim besten Willen nicht."[8]

Auszeichnungen

  • 1996 – BMI Film Music Award für Hans Zimmer
  • 1996 – Nominierung für den MTV Movie Award für John Travolta und Christian Slater für den „besten Kampf“ und für John Travolta als „besten Bösewicht“.
  • Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat „wertvoll“.[9]

Hintergrundwissen

  • Während einer Unterredung mit Colonel Max Wilkins und Giles Prentice vergleicht Riley Hale das hinterhältige Vorgehen seines ehemaligen Kameraden Vic Deakins mit dem aus dem Boxsport stammenden Begriff Rope-a-Dope: Bei dieser Taktik geht es darum, den Gegner auf eine falsche Fährte zu locken und daraus selbst einen Vorteil zu ziehen. Zu Beginn des Films weist Vic Deakins seinen Kameraden Riley Hale während eines Boxkampfs in einem Ring in die Taktik des Rope-a-Dopes ein, der auf einen historischen Boxkampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman im Jahre 1974 zurückgeht.
  • Wenn die beiden Piloten Vic Deakins und Riley Hale am Filmanfang während des nächtlichen Flugs im Tarnkappenflugzeug in den sogenannten Stealth-Modus schalten, verschwindet das Flugzeug auf dem Radarbildschirm der Bodenstation unter Leitung von Colonel Max Wilkins.
  • Die von dem deutschen Komponisten Hans Zimmer komponierte Filmmusik, die in jenen Szenen im Hintergrund erklingt, wenn Bösewicht Vic Deakins auftritt, wird auch in dem ein Jahr nach Veröffentlichung des Actionfilms Operation: Broken Arrow erschienenen Horrorfilm Scream 2 von Regisseur Wes Craven verwendet. Die betreffende Melodie entwickelte sich zu einem festen musikalischen Leitmotiv der Scream-Reihe.[10]

Einzelnachweise

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