Riesentaschenratte
Art der Gattung Riesentaschenratten (Orthogeomys)
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Die Riesentaschenratte (Orthogeomys grandis), auch Hamsterratte genannt, ist eine Art der Familie Taschenratten aus Mittelamerika.
| Riesentaschenratte | ||||||||||||
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Riesentaschenratte (Orthogeomys grandis) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Orthogeomys | ||||||||||||
| Merriam, 1895 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Orthogeomys grandis | ||||||||||||
| (Thomas, 1893) |
Merkmale
Die Riesentaschenratte hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 10 bis 35 cm, eine Schwanzlänge von 4 bis 14 cm und eine Gesamtlänge von 14 bis 49 cm. Ihr Gewicht beträgt 300–900 Gramm. Damit gehört sie zu den größten Taschenratten.
Verbreitung und Lebensraum
Das Areal der Riesentaschenratte reicht von Jalisco in Mexiko über Guatemala und El Salvador bis zum nördlichen Teil von Honduras. Sie besiedelt bewaldete und landwirtschaftlich genutzte Gebiete von Meereshöhe bis zu einer Höhe von 2700 Metern.[1]
Lebensweise
Wie andere Taschenratten auch baut die Riesentaschenratte ein Höhlensystem mit ihren kräftigen, bekrallten Vorderfüßen. Sie frisst Wurzeln, Zwiebeln und andere unterirdische Pflanzenteile und kommt nachts auch an die Oberfläche, um Stängel und Triebe zu suchen, die sie in den mit Fell ausgekleideten Backentaschen zu ihrem Bau bringt. Die Tiere sind Einzelgänger und bilden nur zur Fortpflanzungszeit Gruppen aus einem Männchen und vier Weibchen. Zwei oder mehr Junge werden in einer mit Gras ausgekleideten Nistkammer im untersten Bereich des Baues geboren.
Systematik
Die Riesentaschenratte wurde 1893 durch den englischen Zoologen Oldfield Thomas erstmals wissenschaftlich beschrieben. Die Gattung Orthogeomys wurde 1895 durch den US-amerikanischen Zoologen Clinton Hart Merriam eingeführt.[2] Im Laufe der Jahre wurden zehn weitere Arten in die Gattung gestellt, so dass Wilson & Reeder 2005 insgesamt elf Arten listen, von denen die meisten zur Untergattung Heterogeomys gehören.[3] Im Rahmen einer Revision der Gattung wurde sie 2016 auf die Riesentaschenratte beschränkt und die anderen Arten (nur noch sieben, da drei synonymisiert wurden) wurden der in den vollen Gattungsrang erhobenen Gattung Heterogeomys zugeordnet.[4][5]