Otto Göppert
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Werdegang
Göppert promovierte 1893 zum Doktor der Rechte. Er war zunächst von 1893 bis 1899 im preußischen Justizdienst tätig. 1899 trat er in den Auswärtigen Dienst ein. Seine erste Auslandsverwendung führte ihn von 1900 bis 1903 an das Generalkonsulat in St. Petersburg. Daraufhin folgte ab 1904 eine Tätigkeit in der Rechtsabteilung des Auswärtigen Amts. Von 1915 bis 1917 war er an der Botschaft in Konstantinopel tätig. 1917 kehrte er in die Zentrale des Auswärtigen Amts in die Politische Abteilung zurück. 1919 war er Mitglied der deutschen Friedensdelegation bei den Verhandlungen zum Friedensvertrag von Versailles; 1920 wurde er Vorsitzender der Friedensdelegation. Im selben Jahr wurde er zum Ministerialdirektor befördert. 1920 und 1921 war er Leiter der Rechtsabteilung und der Friedensabteilung im Auswärtigen Amt. In dieser Funktion war er Leiter verschiedener Delegationen bei den Nachkriegsverhandlungen.
Von 1921 bis 1922 war Göppert Gesandter in Finnland. Anschließend war er von 1922 bis 1931 Kommissar für die Gemischten Schiedsgerichtshöfe und die Staatsvertretungen. 1932 war er Mitglied der deutschen Delegation zur Genfer Abrüstungskonferenz. Von 1932 bis zu seiner Pensionierung 1937 fand er eine kommissarische Beschäftigung im Auswärtigen Amt.
Weblinks
- Lebenslauf von Otto Göppert in den digitalisierten Akten der Reichskanzlei
Literatur
- Tobias C. Bringmann: Handbuch der Diplomatie, 1815–1963: Auswärtige Missionschefs in Deutschland und Deutsche Missionschefs im Ausland von Metternich bis Adenauer. Walter de Gruyter, Berlin 2001, S. 103.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Göppert, Otto |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Diplomat |
| GEBURTSDATUM | 20. Mai 1872 |
| GEBURTSORT | Breslau |
| STERBEDATUM | 3. Juli 1943 |
| STERBEORT | Tegernsee |