Oberösterreichische Volkspartei

Partei in Österreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Oberösterreichische Volkspartei (OÖVP) ist die Landesorganisation der Österreichischen Volkspartei im Bundesland Oberösterreich. Seit 1945 stellte die OÖVP alle oberösterreichischen Landeshauptleute und regiert seit 2015 in einem Arbeitsübereinkommen mit der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) das Bundesland Oberösterreich.

Landesobmann: Thomas Stelzer
Landesgeschäftsführer: Florian Hiegelsberger[1]
Landtagsklubobfrau (Stand Oktober 2024): Margit Angerlehner[2]
Schnelle Fakten Landesobmann:, Landesgeschäftsführer: ...
Oberösterreichische Volkspartei
Landesobmann: Thomas Stelzer
Landesgeschäftsführer: Florian Hiegelsberger[1]
Landtagsklubobfrau (Stand Oktober 2024): Margit Angerlehner[2]
Schließen

Landesparteiobmann ist seit 1. April 2017 Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Gründung

Am 9. Mai 1945 fand die Gründung der Oberösterreichischen Volkspartei (OÖVP) statt[3]. Die Partei entstand durch die Vereinigung dreier maßgeblicher Bünde: des Bauern- und Nebenerwerbsbauernbund (siehe Oberösterreichischer Bauernbund), des Wirtschaftsbundes sowie des Österreichischen Arbeiter- und Angestelltenbunds. Diese Bündelung unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen ermöglichte es, in der unmittelbaren Nachkriegszeit eine starke politische Kraft zu etablieren, die den Wiederaufbau und die demokratische Neuausrichtung der Region vorantrieb.[4]

Obleute und Landeshauptleute

  • 1968 wurde Gleißner von Erwin Wenzl als Landesobmann der ÖVP abgelöst, 3 Jahre später folgte er Heinrich Gleißner auch als Landeshauptmann nach.
  • 1977 trat Wenzl zurück und wurde durch Josef Ratzenböck in der Funktion als Landesobmann und Landeshauptmann Oberösterreichs ersetzt.
  • 1995 übergab Ratzenböck an seinen Nachfolger Josef Pühringer, der bis 6. April 2017 als Landeshauptmann amtierte.
  • Pühringer übergab am 1. April 2017 sein Amt als Landesparteiobmann an seinen Nachfolger Thomas Stelzer.

Oberösterreichische ÖVP-Landesobleute seit 1945

Landesparteiobmann und Landeshauptmann Thomas Stelzer

Landesgeschäftsführer

Wahlen

Bei der vergangenen Landtagswahl 2021 erreichte die OÖVP 37,61 % und entsendet somit aktuell 22 Mandatare in den Landtag.

Die fünf gewählten Landeshauptleute Oberösterreichs der 2. Republik:

  • Heinrich Gleißner (1945–1971)
  • Erwin Wenzl (1971–1977)
  • Josef Ratzenböck (1977–1995)
  • Josef Pühringer (1995–2017)
  • Thomas Stelzer (seit 2017)

Landtagswahlergebnisse

Landtagswahlergebnisse
in Prozent
50%
40%
30%
20%
10%
0%
Weitere Informationen Landtagswahlergebnisse, Jahr ...
Landtagswahlergebnisse[6]
Jahr Stimmen Sitze Spitzenkandidat
194559,0 %30Heinrich Gleißner
194944,9 %23Heinrich Gleißner
195548,1 %25Heinrich Gleißner
196148,8 %25Heinrich Gleißner
196745,2 %23Heinrich Gleißner
197347,7 %28Erwin Wenzl
197951,6 %29Josef Ratzenböck
198552,1 %30Josef Ratzenböck
199145,2 %26Josef Ratzenböck
199742,7 %25Josef Pühringer
200343,4 %25Josef Pühringer
200946,7 %28Josef Pühringer
201536,4 %21Josef Pühringer
202137,6 %22Thomas Stelzer
Schließen

Medien

Die OÖVP war bis Anfang 2023 im Besitz einer landesweit erscheinenden Tageszeitung, dem Oberösterreichischen Volksblatt. Bis Anfang 2025 wurde diese noch Online und als monatlich erscheinendes Magazin[7] herausgegeben, danach völlig eingestellt.[8]

Europäisches Parlament

Vom 25. Jänner 1996 bis zum 1. Juli 2019 vertrat der Welser Unternehmer und Schmied Paul Rübig die Interessen der oberösterreichischen Volkspartei im Europäischen Parlament. Zur Zeit seines Ausscheidens aus dem Europaparlament 2019 war er längstdienender österreichischer Europaabgeordneter.[9] Seit 2. Juli 2019 vertritt Angelika Winzig die OÖVP im Europaparlament.[10]

Landtagswahl 2021

Bei der Landtagswahl 2021 erreichte die Oberösterreichische Volkspartei den ersten Platz mit 37,6 Prozent. Das entspricht einem leichten Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Ergebnis der Landtagswahl 2015. Landeshauptmann Thomas Stelzer trat 2021 erstmals als Spitzenkandidat der Oberösterreichischen Volkspartei an. Das Wahlprogramm mit dem Titel „Für sichere Jahre.“ umfasst 79 Seiten aufgeteilt in vier Kapitel. Schwerpunkte sind die Themen „Arbeit und Beschäftigung“, „klarer Kurs bei Sicherheit und Integration“, „Zusammenhelfen schafft Zusammenhalt“ und „Klimaschutz mit Hausverstand“.[11][12][13]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI