Pawel Iljitsch Talankin

Russischer Regisseur und Pädagoge From Wikipedia, the free encyclopedia

Pawel Iljitsch Talankin (russisch Павел Ильич Таланкин) ist ein russischer Lehrer, Videograf und Dokumentarfilmer.[1] Bekannt wurde er als Protagonist und Kameramann des Dokumentarfilms Ein Nobody gegen Putin.[2] Zuvor war er an der Schule Nr. 1 in Karabasch im Ural tätig.[3]

Pawel Iljitsch Talankin (2025)

Leben und Wirken

Talankin stammt aus der russischen Kleinstadt Karabasch und besuchte dort die Schule, an der er später als Lehrer und Videograf arbeitete.[4] Nach vorliegenden Medienberichten dokumentierte er zunächst vor allem schulische Feiern und Veranstaltungen.

Im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und der damit einhergehenden politischen Neuausrichtung des Schulalltags filmte Talankin an seiner Schule unter anderem Fahnenappelle, patriotische Veranstaltungen und weitere durch staatliche Vorgaben geprägte Abläufe.[3][2]

Später verließ Talankin Russland.[5] Er lebt im Exil.[3]

Werk

Talankin wirkte als Ko-Regisseur und Kameramann an dem Dokumentarfilm Ein Nobody gegen Putin mit.[1] Der Film wurde 2025 beim Sundance Film Festival gezeigt. Er behandelt die ideologische Prägung und Militarisierung des Schulalltags in Russland seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine und stützt sich in weiten Teilen auf Talankins Aufnahmen aus seiner Schule.

Bei der Oscarverleihung 2026 gewann der Film die Auszeichnung in der Kategorie Bester Dokumentarfilm.

Einzelnachweise

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