Pedro Sotillo

venezolanischer Lyriker, Erzähler, Essayist, Literaturkritiker und Journalist, Diplomat und Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Pedro Sotillo (* 24. Januar 1902 in San José de Unare/Guárico; † 7. Mai 1977 in Caracas) war ein venezolanischer Lyriker, Erzähler, Essayist, Literaturkritiker und Journalist, Diplomat und Politiker.

Leben

Sotillo besuchte das Gymnasium in Los Teques und in Caracas und studierte Jura an der Universidad Central de Venezuela. Er begann seine literarische Laufbahn bereits als Jugendlicher und wird zur Literatengruppe der Generación 18 gezählt, zu der u. a. auch José Antonio Ramos Sucre, Andrés Eloy Blanco, Manuel Felipe Rugeles, Enrique Planchart Loynaz, Fernando Paz Castillo und Antonio Arraiz zählten. In seinen frühen Jahren wurde er von Andrés Mata gefördert. Seine ersten Gedichte, Kurzgeschichten und Artikel erschienen 1921.

Ab 1924 arbeitete er als Journalist und schrieb unter eigenem Namen und Pseudonymen Beiträge für mehrere Zeitungen und Zeitschriften, u. a. für das Magazin Elite. 1928 war er aus politischen Gründen in der La Rotunda in Haft. Mit Arturo Uslar Pietri, Miguel Otero Silva, Nelson Himiob, Juan Oropeza, Fernando Paz Castillo und Gonzalo Carnevalli gründete er im selben Jahr die Literaturzeitschrift Válvula, mit Arturo Uslar Pietri, Julián Padrón und Alfredo Boulton 1935 die Literaturzeitschrift El Ingenioso Hidalgo. 1936 wechselte er zur Zeitung El Universal, deren Herausgeber er bis 1942 war. Er schrieb Kritiken zur venezolanischen Literatur (insbesondere Lyrik) unter den Pseudonymen Juan Ruiz und Manuel Antonio Pedernales und im El Universal eine Kolumne unter dem Pseudonym Luis Ruiz. 1939 erschien Andanzas, sein erster Gedichtband mit einem Vorwort von Julián Padrón, der Balladen und Gedichte aus seiner Jugendzeit bis 1921 enthielt.

In den 1940er und 1950er Jahren war Sotillo als Politiker und Diplomat aktiv. Er war von 1942 bis 1945 Abgeordneter des Nationalkongresses, 1943–44 Gouverneur und von 1953 bis 1958 Senator für den Bundesstaat Guárico und 1944–45 Sekretär des Präsidentenamtes. 1943 begleitete er den Präsidenten Isaías Medina Angarita nach Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Panama, Peru und Venezuela. 1950 war er Teilnehmer der UNESCO-Tagung in Havanna. Im selben Jahr reiste er als Außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter Venezuelas in einer Sondermission nach Kolumbien.

In den 1960er Jahren arbeitete er als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Werbefirme Vepaco und Direktor des Bauunternehmens Unare. 1965 wurde er ordentliches Mitglied der Academia Venezolana de la Lengua, von 1972 bis 1977 war er deren Sekretär. Ausgezeichnet wurde er mit dem Orden del Libertador und der Medalla de Instrucción Pública sowie weiteren Preisen in Ecuador, Peru, Bolivien und Panama.

Werke

Lyrik
  • Andanza (1939)
  • La calle y los caminos (1952)
Erzählungen
  • Todos iban… (1925)
  • ¡Viva Satos Lobos! (1933)
  • Los caminos nocturnos (1956)
  • Unareña (1956)
literaturkritische Schriften
  • Evocación del Tránsito de Celestino Peraza (1940)
  • Dos Larenses (1957)
Werkausgabe
  • Obras (1987)

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