Pemba Kusini

Region in Tansania From Wikipedia, the free encyclopedia

Pemba Kusini (englisch Pemba South, deutsch Pemba-Süd) ist eine Verwaltungsregion Tansanias auf der Insel Pemba mit der Hauptstadt Mkoani. Sie grenzt im Norden an die Region Pemba Kaskazini, im Osten, Süden und Westen grenzt sie an den Indischen Ozean.

Das Gerichtsgebäude in Chake Chake.
Blick vom Stadtzentrum Chake Chake Richtung Meer.
Schnelle Fakten Basisdaten, Staat ...
Pemba Kusini
Lage
Lage
Basisdaten
Staat Tansania
Region Pemba Kusini
Sitz Mkoani
Fläche 332 km²
Einwohner 271.350 (2022)
Dichte 817 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 TZ-10
Schließen

Geographie

Die Region hat eine Fläche von 332 Quadratkilometer und 271.350 Einwohner (Volkszählung 2022) und damit eine hohe Dichte von 800 Einwohnern je Quadratkilometer.[1][2] Sie umfasst den südlichen Teil der Insel Pemba und die umliegenden kleinen Inseln. Das Land ist leicht hügelig mit Erhebungen bis etwa hundert Meter über dem Meer.[3]

Es herrscht entweder tropisches Savannenklima, Aw nach der effektiven Klimaklassifikation, oder tropisches Monsunklima (Am), wie zum Beispiel in Mkoani. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 1500 Millimeter bei einer großen Bandbreite von 900 bis 2300 Millimeter in der Zeit von 1985 bis 2012.[4][5]

Klimatabelle Mkoani
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) 27,3 27,6 27,9 26,7 25,7 25 24,2 24 24,4 25,4 26,3 27 25,9
Mittl. Tagesmax. (°C) 31,5 32,1 32,5 30,5 29,3 28,9 28,2 28,4 29,1 30,1 30,7 31,3 30,2
Mittl. Tagesmin. (°C) 23,2 23,1 23,3 23 22,2 21,1 20,2 19,7 19,8 20,7 21,9 22,8 21,7
Niederschlag (mm) 75 55 178 501 472 119 66 42 34 63 160 159 Σ 1924
Quelle: climate-data.org

Verwaltungsgliederung

Die Region ist in die Distrikte Mkoani und Chake-Chake eingeteilt.[6]

Weitere Informationen Distrikt, Einwohner 1988 ...
Distrikt Einwohner

1988

Einwohner

2002

Einwohner

2012

Einwohner

2022[2]

Chake Chake 60.051 82.998 97.249 136.298
Mkoani 67.572 92.473 97.867 135.052
Summe 127.623 175.471 195.116 271.350
Schließen

Bevölkerung

Die Bevölkerung ist sehr jung, beinahe ein Drittel ist jünger als zehn Jahre (Stand 2012). Die Alphabetisierung ist bei Männern mit 71 Prozent höher als bei Frauen (66 %), im urbanen Gebiet (83 %) höher als auf dem Land (65 %) und bei jungen höher als bei älteren Menschen.[7]

Einrichtungen und Dienstleistungen

Im Jahr 2015 hatten rund vierzig Prozent der Bevölkerung Leitungswasser, dreißig Prozent hatten elektrischen Strom und fast neunzig Prozent ein Telefon.[8]

Der Flughafen Karume.
Segelschiff (Dau) am Manta-Riff.

Wirtschaft und Infrastruktur

Rund 56 Prozent der Über-Zehnjährigen arbeitet in der eigenen Landwirtschaft, ein Viertel ist in anderen Bereichen selbständig. Etwa fünfzehn Prozent arbeiten als Angestellte.[9]

  • Landwirtschaft: Von den 35.600 Haushalten in der Region beschäftigen sich achtzig Prozent mit der Landwirtschaft. Am häufigsten angebaut werden Maniok, Bananen und Reis. Mehr als die Hälfte aller Haushalte besitzt auch Nutztiere. Hauptsächlich werden Hühner gehalten, teilweise auch Rinder und Ziegen (Stand 2012).[10]
  • Fischerei: Über 4000 Menschen fischen mit 1700 Fischerbooten, von denen der Großteil Segelboote sind (Stand 2009). Vor allem Frauen beschäftigen sich auch mit dem Anbau von Seetang.[11]
  • Tourismus: Die Region bietet unberührte Natur mit schönen Stränden und Tauchmöglichkeiten, wie dem Manta-Riff vor Chake Chake.[12]
  • Flughafen: Die asphaltierte Landebahn hat eine Länge von 1520 Metern. Es gibt Direktflüge nach Sansibar und Tanga (Stand 2020).[13][14]
  • Hafen: Mkoani hat einen kleinen Hafen für Schiffe bis 4,9 Meter Tiefgang, 75 Meter Länge und 6000 Tonnen Eigengewicht.[15] Fähren verbinden die Insel über Sansibar nach Daressalam.[16]
  • Straßen: In der Region gibt es asphaltierte Straßen, die auch eine gute Verbindung mit dem nördlichen Teil der Insel herstellen.[17]

Sehenswürdigkeiten

  • Ruinen von Ras Mkumbuu: Nordwestlich von Chake Chake findet man die Überreste der Stadt Qanbalu, die im 8. Jahrhundert gegründet wurde und im 10. Jahrhundert ihre Blütezeit erreichte. Die Hauptruinen sind die Überreste einer Moschee aus dem 14. Jahrhundert.[18]
  • Pemba-Museum : In einer osmanischen Festung aus dem 18. Jahrhundert ist in Chake Chake eine Ausstellung zur Inselgeschichte zu sehen.[19]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI