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Peter Luckner

deutscher Umweltgestalter, Ingenieur, Designer und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben und Werk

Luckner war der Sohn eines Zwickauer Handwerkers. Er absolvierte von 1956 bis 1959 im Reichsbahnausbesserungswerk Zwickau eine Lehre als Schlosser. Nach dem Dienst in der NVA studierte er von 1961 bis 1964 Werkzeugmaschinenbau an der Ingenieurschule Karl-Marx-Stadt. Von 1964 bis 1973 arbeitete er als Technologe und später als leitender Mitarbeiter im VEB Werkzeugmaschinenbau Bad Düben. Von 1965 bis 1970 machte er ein Fernstudium für Industriegestaltung an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein (HiF), das er mit dem Diplom als Industrieformgestalter abschloss. Nach einem weiteren Fernstudium von 1970 bis 1973 an der Ingenieurhochschule Leipzig holte ihn Horst Oehlke an die HiF. Dort war er von 1973 bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden 2007 in der Lehre und Forschung tätig. Von 1975 bis 1977 machte er ein weiteres Fernstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Luckner war an der HiF anfangs Lehrer im Hochschuldienst und nach der Promotion an der TU Dresden ab 1986 Dozent im Studiengang Arbeitsumweltgestaltung, den er mitbegründet hatte. Für diesen entwickelte er mit Dieter Franz für die Ausbildung von Industrieformgestaltern das Lehrprogramm „Arbeitsumweltgestaltung“. Luckner war einer der wichtigsten Wissenschaftler der DDR auf dem Gebiet der Arbeitsumweltgestaltung und wurde nach der deutschen Wiedervereinigung in den Hochschuldienst übernommen.

Ab 1991 leitete er das von ihm mitbegründete Institut für Ökologische Ästhetik. Er baute ein Labor für handlungsleitende Umweltbildung auf und wurde Leiter des Modellversuchs Multisensuelles Design. Sein besonderes Interesse galt der experimentellen Erforschung und Gestaltung um die Dimensionen von Olfaktorik und Akustik. Luckner lehrte als Ehren- und Gastprofessor an Hochschulen in China und der Ukraine. Er war Hochschulbeauftragter für die Expo 2000.

Zudem war er von 1997 bis 2021 Vorsitzender des Zentrums für Zukunftstechnologie, Kunst und Design e.V. im Geiseltal. Er rettete mit einem Verein die Bergbauzentralwerkstatt Pfännerhall vor dem Abriss und entwickelte die Dauerausstellung Fundort Pfännerhall.

Luckner war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und 1982/1983 und 1987/1988 auf der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in Dresden vertreten.

Luckner war bis ins hohe Alter sportlich. Er war mit der Wissenschaftlerin und bis 2014 Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der HiF, Dr. Renate Luckner-Bien (* 1949), verheiratet. Er starb in der Folge eines häuslichen Unfalls.

Beispiele für Publikationen Luckners

  • Arbeitsumweltgestaltung. In: Bildende Kunst, Berlin, 3/1983, S. 126/127
  • Geiseltal. Umbau einer Landschaft. Institut für ökologische Ästhetik e.V., Halle 1994 (als Herausgeber)
  • Multisensuelles Design. Eine Anthologie – Ergebnisse und fachwissenschaftlicher Kontext des Modellversuchs im Hochschulbereich an der Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design Halle. Selbstverlag, 2002; ISBN 3-86019-031-8

Literatur

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