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Peter Wilhelm Friedrich von Voigtländer

österreichischer Optiker und Fotopionier From Wikipedia, the free encyclopedia

Peter Wilhelm Friedrich Ritter von Voigtländer (* 17. November 1812 in Wien; † 8. April 1878 in Braunschweig) war ein deutsch-österreichischer Unternehmer, Optiker und Fotopionier.

Friedrich Voigtländer, fotografiert von Ludwig Angerer, 1865

Leben und Werk

Voigtländer-Kamera von 1841 (Nachbau im Technikmuseum Stockholm)

Peter Wilhelm Friedrich von Voigtländer etablierte die von seinem Großvater Johann Christoph Voigtländer gegründete Firma Voigtländer als führendes fotografisches Unternehmen seiner Zeit. Die Belichtungszeit der Daguerreotypien konnte bereits 1840 mit dem ersten wissenschaftlich berechneten Porträtobjektiv des Wiener Professors Josef Petzval deutlich verkürzt werden. Voigtländer baute es im Auftrag Petzvals als Erster[1] und wurde dadurch europaweit bekannt. Es hatte die 16-fache Lichtstärke des in den ersten Daguerreotypie-Kameras verwendeten Objektivs.[2]

Gleichzeitig mit dem Objektiv – und natürlich mit diesem ausgerüstet – entwickelte Voigtländer auch eine eigene Kamera für Daguerreotypien. Sie war erstmals ganz aus Metall gefertigt und hatte die Form eines Kegels.[3] Ein Nachbau dieser ersten Daguerreotypie-Metallkamera (TM32508) Voigtländers aus dem Jahr 1841 befindet sich im Technikmuseum Stockholm.

Voigtländer war Mitglied der „Fürstenhof-Runde“.[Anm. 1] Die früheste eigene Fotografie Voigtländers entstand Anfang der 1840er Jahre, wohl zur selben Zeit, als der Schweizer Daguerreotypist Johann Baptist Isenring (1796–1860) im Februar 1843 im Geschäft Voigtländers ausstellte.

1845 heiratete er die Witwe Nanny Zincken genannt Sommer (1813–1902), eine Tochter des Braunschweiger Rechtsanwalts und Notars Friedrich Wilhelm Langenheim (1779–1849). 1868 verlegte er den Sitz des Betriebs in die Heimatstadt seiner Frau nach Braunschweig.

Peter Wilhelm Friedrich von Voigtländer starb am 8. April 1878 im Alter von 65 Jahren in Braunschweig. Sein Grab auf dem Magnifriedhof ist erhalten.

Familie

Nach Voigtländers Tod führte sein Sohn Friedrich Wilhelm von Voigtländer den Betrieb fort.

Sein Stiefsohn, der Naturwissenschaftler und Komponist Hans Sommer, begründete zusammen mit Richard Strauss 1903 die Anstalt für musikalische Aufführungsrechte (AFMA), also die erste Vorgängerorganisation der späteren GEMA.

Auszeichnungen

Wappen Voigtländers, verliehen bei seiner Nobilitierung 1868
  • 1864 das Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens.[4]
  • Friedrich Voigtländer wurde 1867 durch den Kaiser von Österreich geadelt und in den erblichen Ritterstand erhoben, die Ausfertigung des entsprechenden Diploms erfolgte 1868.

Literatur

Einzelnachweise

Anmerkungen

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