Physikingenieur
Ingenieur für angewandte Physik
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Physikingenieure arbeiten als Bindeglied zwischen Grundlagenforschung, angewandter Forschung und technischer Entwicklung in Organisationen oder Unternehmen. Ihr Tätigkeitsfeld umfasst die zivile oder militärische, meist industrienahe Forschung und Entwicklung (F&E). Letztere ist meist eine innovative, interdisziplinäre F&E und dient der umzusetzen physikalische Prinzipien zur Entwicklung von modernen Verfahren, Geräten, Systemen und Produkten, d. h. Technologien und Schlüsseltechnologien.
Die Berufsbezeichnung Physikingenieur wird umgangssprachlich meist den Fachhochschulabsolventen des Studiengangs Physikingenieurwesen oder physikalische Technik zuteil, obgleich deren offizieller akademischer Grad Bachelor of Engineering (früher Diplom-Ingenieur (FH)) lautet. Das Fachgebiet und Studienfach ist die Physikalische Technik oder Technische Physik, siehe dort für weitere Details. Ein verwandter Grad in Deutschland ist der Diplom-Physiker (Dipl.-Phys.).
Im Kern verbindet das Fachwissen der Physikingenieure Themenbereiche aus der Physik und dem Ingenieurwesen. Je nach Schwerpunkt kann dies beispielsweise die technische Optik und innovative Technologien wie die Photonik sein. Zu den Grundlagenfächern gehören auch die Chemie sowie klassische Ingenieursfächer wie Mechanik und Elektrotechnik.
Physikingenieure erfüllen die Nachfrage nach hochqualifizierten Spezialisten oder Generalisten in komplexer Technologie und bei immer kürzeren Innovationszyklen. Eine scharfe Abgrenzung der Expertise gibt es nicht, sie hängt von der akademischen und/oder beruflichen Laufbahn ab. Sie sind in allen Wirtschafts- und Industriebranchen tätig.