Mikrozelle
besonders kleine Mobilfunkzelle an stark frequentierten Bereichen oder in Innenräumen
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Als Mikrozellen werden Mobilfunk-Sendeanlagen mit geringer Leistungsabgabe bezeichnet, die nur einen kleinen Wirkungskreis haben. Es kann zwischen Makro-, Mikro-, Pico- und Femtozellen unterschieden werden.

Eine Einordnung von Fujitsu[1] grenzt die Zellgrößen ab:
| Zelltyp | typischer Zellradius | max. Leistung (typ.) |
|---|---|---|
| Makro | >1 km | 20 W ~ 160 W (40 W) |
| Mikro | 250 m ~ 1 km | 2 W ~ 20 W (5 W) |
| Pico | 100 m ~ 300 m | 250 mW ~ >2 W |
| Femto | 10 m ~ 50 m | 10 mW~200 mW |
Einsatzgebiete
Mikrozellen werden an Verbraucherschwerpunkten wie verkehrsreichen Kreuzungen und stark befahrenen Hauptstraßen installiert um die Makrozellen der umliegenden größeren Basisstationen zu entlasten und den Leistungsbedarf zu senken. Begrenzte Versorgungslücken z. B. in Städten mit engen Gassen können abgedeckt werden, wo eine flächendeckende Versorgung über Antennen auf Gebäudedächern nicht gewährleistet werden kann. Auch kann das Ortsbild oder der Denkmalschutz ein Kriterium zum Aufbau kleiner Zellen sein, da deren kleinere Antennen unauffällig an Gebäudefassaden, Masten der Straßenbeleuchtung u. ä. montiert werden können. Mikrozellen finden aufgrund der räumlichen Beschränkungen auch zur Versorgung von U-Bahnstrecken und -Bahnhöfen intensive Verwendung.
Pico- und Femtozellen werden zur Mobilfunkversorgung in Gebäuden eingesetzt, zum Beispiel in Einkaufszentren, Bahnhöfen und Bürogebäuden. Es kommen dabei Innenantennen zum Einsatz, die mitunter Ähnlichkeit mit Geräten wie Brandmeldern haben. Auch die Sendeleistung liegt dabei in der Größenordnung von WLAN-Antennen.
Es gibt auch transportable Mikrozellen, die nur zu bestimmten Anlässen aufgestellt werden, zum Beispiel bei Konzerten, Fußballspielen oder Großveranstaltungen wie dem Oktoberfest München[2].