Lahn (Plätt)
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Als Lahn, Plätt, Plätte, Plasch oder Rausch bezeichnet man ein aus Metalldraht (Gold, Silber oder anderes Metall) durch Plätten, d. h. Platt-Walzen mittels einer Drahtplättmühle erhaltenes dünnes, schmales, langes Metallband.[1][2][3][4]
Lahn wird als solcher benutzt und dient auch vielfach zur Herstellung von meist Gold- oder Silbergespinst, auch Lahnfaden genannt. Gespinste sind mit Lahn mehr oder weniger dicht umwickelte textile Fäden. Lahn und Metallgespinste wurden und werden für verschiedene Klosterarbeiten, zum Weben, Sticken und Spitzen-Klöppeln gebraucht. Sie finden sich deshalb in Geweben und als Verzierung in Stickarbeiten und Spitzen von Paramenten und Trachten, besonders in Trachtenhauben.[5][6]
Literatur
- Johann Christoph Adelung: Lahn, der. In: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart. 2. Auflage. Band 2: F–L. Breitkopf, Leipzig 1796, S. 1873 (Digitalisat. zeno.org).